Wasserwerk Perlenbach: Undichte Stellen im Visier

Von: P. St.
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2,35 Millionen Kubikmeter Trinkwasser gewinnt das Wasserwerk Perlenbach jährlich aus der Talsperre. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. 2,35 Millionen Kubikmeter Trinkwasser veräußert das Wasserwerk Perlenbach im Jahresdurchschnitt. Ein bestimmter Teil des an der Talsperre aufbereiteten Rohwassers, das anschließend aufwendig zum Hochbehälter Mützenich gehoben wird, kommt aber nie beim Verbraucher an.

Im weit verzweigten Netz zwischen Kalterherberg und Kreuzau, wo 50.000 Menschen mit Hilfe von 18.500 Hausanschlüssen mit Perlbachwasser versorgt werden, gibt es undichte Stellen und durch die Art der Verbindungen technisch bedingte Wasserverluste, die für das Wasserwerk ein Quell ständigen Missfallens sind.

Diesen sogenannten Rohrnetzverlusten, die sich in ihrem Umfang nicht genau definieren lassen, möchte der Nordeifeler Wasserversorger nun verstärkt auf die Spur kommen. Dies teilte Betriebsleiter Derk Buchsteiner im Rahmen der Betriebsausschusssitzung des Wasserversorgungszweckverbandes Perlenbach mit. Ein Problem stellen vor allem in die Jahre gekommene und damit undichte Hausanschlüsse dar. Da diese schwer zu ermitteln sind, wird das Wasserwerk nun mit entsprechender Suchtechnik ausgestattet. Unter anderem sollen Wasserzähler in Versorgungsschächte eingebaut werden.

Das Wasserwerk Perlenbach, so ist dem Wirtschaftsplan 2016 zu entnehmen, nimmt knapp sechs Millionen Euro jährlich durch den Wasserverkauf ein. Nach einer jahrelangen Phase des Wassersparens bei den Kunden hat sich nun der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch auf 44 Kubikmeter eingependelt. Buchsteiner: „Wir haben die Talsohle durchschritten.“

Konsequent fortgesetzt werden soll auch die Erneuerung des fast 600 Kilometer langen Leitungsnetzes im Versorgungsgebiet. 5,8 Kilometer Leitungen werden ausgetauscht. Dafür werden 1,8 Millionen Euro investiert. 143 neue Hausanschlüsse (hier macht sich vor allem die rege Bautätigkeit in der Gemeinde Roetgen bemerkbar), sind für 2016 einkalkuliert, ebenso aber auch ein Bevölkerungsrückgang von rund 300 Personen im Jahr. Das ist der Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Der Rückgang wird zum Teil wieder aufgefangen durch die zunehmende Zahl von Flüchtlingen, die zumindest im kommenden Jahr als feste Größe bei den Verbrauchern einkalkuliert werden können.

Mit einem Wasserpreis von 2,69 Euro pro Kubikmeter (einschließlich Grundgebühr) liegt das Wasserwerk Perlenbach im Vergleich zu den Nachbarwerken im Mittelfeld. Die nächste Erhöhung des Wasserpreises steht frühestens 2018 an. Sie soll aber nach Möglichkeit verschoben werden.

Auch in seine Außendarstellung hat das Wasserwerk Perlenbach investiert. Dem Betriebsausschuss wurde ein neu produzierter 15-minütiger Imagefilm vorgeführt. Außerdem gibt es eine einmütige Kurzversion für die Internetseite. Die Produktionskosten beliefen sich auf knapp 10.000 Euro.

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