Imgenbroich - Wasserwerk: Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb

Wasserwerk: Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb

Von: hes
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Berufseinstieg unter dem Dach des Perlbachwerkes: Die Auszubildenden Tamara Els, Aline Hamel, Markus Gey und Hakan Karahatil mit ihren Ausbildern und Werksleiter Derk Buchsteiner (rechts). Foto: Heiner Schepp

Imgenbroich. Rückläufigen Umsätzen, Sparmaßnahmen und Personalkürzungen zum Trotz: Das Wasserwerk Perlenbach kann mit aktuell vier Auszubildenden bei einer Gesamtbelegschaft von 51 Mitarbeitern eine überdurchschnittlich hohe Ausbildungsquote vorweisen.

„Wir verstehen uns als standortorientierter Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb”, verweist Werksleiter Derk Buchsteiner auf einen der Leitsätze des Perlenbach-Verbandes und ergänzt nicht ohne Stolz, dass das kleine Eifeler Wasserwerk dabei in vier verschiedenen Ausbildungsberufen ausbildet.

Kooperation mit Dürr und Stawag

Bereits im vierten Lehrjahr seiner dreieinhalbjährigen Ausbildung ist Hakan Karahatil aus Simmerath, der beim Wasserwerk zum Anlagenmechaniker der Fachrichtung Rohrsystemtechnik ausgebildet wird. Der 21-Jährige ist bereits der fünfte Azubi des Wasserwerks in diesem Beruf, der früher die Bezeichnung Rohrnetzbauer trug.

Hakans Ausbilder ist Wassermeister Helmut Böhmer, der auf eine Besonderheit der Ausbildung hinweist: „Die Ausbildung in der Metallverarbeitung erfolgt bei den Stadtwerken in Aachen, da wir hier dafür nicht die entsprechenden Maschinen besitzen”, so Böhmer. „Das ist eine sehr gesunde Kooperation unter den Versorgern”, unterstreicht auch Derk Buchsteiner die Zusammenarbeit der Stawag.

Noch kürzer sind die Wege einer Ausbildungskooperation mit dem fast benachbarten Unternehmen Dürr, wo Markus Gey aus Monschau einen Teil seiner vor wenigen Wochen begonnenen Ausbildung zum Mechatroniker absolviert. Den größten Teil seiner Lehrzeit wird der junge Mann aber an der Aufbereitungsanlage der Perlenbachtalsperre absolvieren.

Markus Gey ist der erste Azubi des Wasserwerks in diesem Beruf, sein Ausbilder ist Wasser- und Elektromeister Joachim Dankwardt. Auch Dankwardt ist angetan „von der nachbarschaftlichen Zusammenarbeit zum Wohle einer guten und gründlichen Ausbildung junger Menschen”.

Klaus Stollenwerk, der „Meister der Zahlen” beim Wasserwerk, hat sich gemeinsam mit seiner Abteilung der Ausbildung von Tamara Els angenommen. Die 21-Jährige aus Monschau ist im zweiten Jahr ihrer Lehre zur Bürokauffrau und lernt hier das breite Spektrum der Arbeit in Buchhaltung, Sekretariat, Haushaltswesen oder Schriftverkehr.

Vierte im Bunde der Auszubildenden ist Aline Hamel aus Rurberg. Die 18-Jährige absolviert eine Lehre zur Bauzeichnerin im Fachbereich Tiefbau und ist dazu bei Andrea Schmitz in guten Händen. Im Konstruktions- und Zeichenbüro des Wasserwerks gewinnt die Berufseinsteigerin Einblicke in Bereiche wie Tiefbau allgemein, Ver- und Entsorgung oder Landschaftsbau.

Praktika und „Girls Day”

Allen vier Auszubildenden gemein sind die Entgeltung nach Tarif (650 Euro brutto im ersten Lehrjahr) sowie die duale Ausbildung mit dem Besuch der Berufsschulen in Aachen und Stolberg neben der betrieblichen Unterrichtung. Derk Buchsteiner spricht von einer „sehr guten Ausbildung in unserem Hause”, Indiz dafür sei nicht zuletzt, dass bislang alle Absolventinnen und Absolventen auch bei Nicht-Aufnahme im eigenen Haus „solide untergebracht” worden seien.

Über die Verantwortung als Ausbildungsbetrieb hinaus sei das Wasserwerk zudem beliebt bei Schülerpraktikanten, beteilige sich am „Girls Day” und biete Wiedereingliederungs- oder mehrwöchige Praktika in den Abteilungen an. Und schon jetzt geht der Blick beim Perlenbachverband wieder nach vorne: Am kommenden Samstag inseriert das Wasserwerk die nächste Ausbildungsstelle, diesmal wieder zum Anlagenmechaniker für Rohr- und Systemtechnik.
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