Wasserkraft aus der Rur und eine Treppe für die Fische

Von: ess
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Monschau. Schon der Begriff EU-Wasserrahmenrichtlinie klingt stark nach Bürokratie, und die Abkürzung EU_WRRL verstärkt diesen Eindruck erheblich. Da ist mancher geneigt, sich abzuwenden, obwohl sich hinter diesem Wortungetüm Sinnvolles und Interessantes verbirgt.

Es geht um den europäischen Gewässerschutz über nationale Grenzen hinweg, dessen Ziele bis spätestens zum Jahr 2027 erreicht sein sollen.

Noch bis zum 21. Juni hat beispielsweise die Stadt Monschau Zeit, sich zum Thema „Obere Rur” zu äußern.

Wie aus den „Steckbriefen” für das Stadtgebiet hervorgeht, ist die Wasserqualität im Gebiet der oberen Rur durchweg gut. Rur und Schwarzbach, deren Quellgebiete im Hohen Venn liegen, sind zwar mit Metallen belastet, doch ist diese Belastung natürlichen Ursprungs.

Denn, so führte die Verwaltung im Planungs- und Denkmalschutzausschuss am Donnerstag aus, die Metalle werden durch das saure Wasser des Hochmoors verstärkt aus dem Boden gelöst.

Die Defizite bei den Beständen der Wanderfische werden, so die Verwaltung, unter anderem auf die mangelnde Durchgängigkeit der Gewässer zurückgeführt, heiß unter anderem, zu viele Wehre und andere Hindernisse blockieren den Fischzug.

Dem soll unter anderem mit so genannten Fischtreppen abgeholfen werden. Im Bereich der Rur oberhalb von Monschau ist die Biologische Station des Kreises Aachen bereits im Rahmen des Life-Nature-Projektes tätig geworden.

Die gute Wasserqualität der Zuflüsse zum Rursee sei inzwischen auch in einem Gutachten des Rheinischen Fischereiverbandes bestätigt worden.

Dieses Gutachten ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der für den Rursee eigentlich zu geringe Fischbestand im zu saubren Wasser seine Ursache habe. Es mangelt an Schwebstoffanteilen, die den Fischen als Nahrung dienen.

In de Diskussion im Ausschuss forderten die Grünen, die noch nutzbaren Wasserrechte an der Rur zur Förderung der Wasserkraft einzusetzen, zum Beispiel im Bereich Dreistegen, wo es bereits Interesse an der Wasserkraft gebe.

Bevor die Stadt Monschau ihre Stellungnahme auf den Weg bringt, so eine Forderung der SPD, soll deren Inhalt nicht nur den Ratsfrakionen, sondern auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Beigeordnete Margareta Ritter sagte das zu.
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