Nordeifel - „Wasserhahn” am Rursee auf Maximum

„Wasserhahn” am Rursee auf Maximum

Von: ess
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Nordeifel. Am Donnerstag um 14 Uhr hat der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) die Reißleine gezogen: Er drehte den „Wasserhahn” an der Rurtalsperre weiter auf. Statt der bis dahin 40 Kubikmeter Wasser pro Sekunde wurden aus dem Rursee in Abstimmung mit der Kölner Bezirksregierung 60 Kubikmeter in die untere Rur abgelassen, die maximal zulässige Menge.

Wie WVER-Pressesprecher Marcus Seiler erläuterte, musste mehr Wasser abgelassen werden, um die Staureserven der Talsperren (50 Millionen Kubikmeter) nicht zu schnell zu opfern, denn Donnerstagmittag flossen der Rurtalsperre am Pegel Dedenborn und der Urftttalsperre am Pegel Gemünd insgesamt circa 120 Kubikmeter Wasser pro Sekunde zu. Allein der Durchfluss in Dedenborn sei, so Seiler, innerhalb eines Tages von 24 Kubikmetern auf 84 Kubikmeter pro Sekunde gestiegen.

Die Böden, durchtränkt von Schmelzwasser und Regen, nähmen kein Wasser mehr auf, so dass die Niederschläge ungemindert in die Gewässer flössen und diese anschwillen ließen. Größere Probleme erwartete der WVER dennoch nicht.

Angespannt war auch die Lage an der Dreilägerbachtalsperre in Roetgen. Donnerstagmittag war Geschäftsführer Walter Dautzenberg allerdings noch vorsichtig optimistisch, dass es nicht zu einem Überlaufen der Talsperre in den Vichtbach kommen werde. Grund war eine Verminderung des Zulaufs von zehn Kubikmeter/Sekunde am Morgen auf sieben Kubikmeter im Verlauf des Vormittags. Sollte dennoch Hochwasser über die Entlastungsanlage abgelassen werden, so würde das laut Dautzenberg frühestens am Abend, womöglich sogar erst in der Nacht sein. Ab dann gebe die Talsperre die Wassermenge in den Vichtbach ab, die ihr zufließe.

Weniger optimistisch war die Städteregion, die von einem Volllaufen der Talsperre ausging. Obwohl der Pegel des Vichtbach am Nachmittag deutlich sank, galt der Campingplatz Mulartshütte als gefährdet.
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