Was wird aus Höfens Friedhof?

Von: P. St.
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Holzeinfassungen und Buchsbaum
Holzeinfassungen und Buchsbaum sind derzeit auf dem Höfener Friedhof vertreten. Die Bevölkerung ist irritiert über die Situation. Eine Bürgerversammlung soll jetzt das Meinungsbild klären. Foto: P. Stollenwerk

Höfen. Die Zeichen stehen auf Veränderung beim Höfener Friedhof. Die Frage, welche äußere Gestalt die Ruhestätte für die Toten des Ortes hinter der Kirche in Zukunft erhalten soll, wird in der Bevölkerung schon seit Jahren kontrovers diskutiert.

Den anstehenden Handlungsbedarf hat auch Ortsvorsteher Peter Theissen erkannt, der daher die Bürger am morgigen Donnerstag, 14. Juni, um 19 Uhr in die Vereinshalle zu einem Informationsabend einlädt.

Intensiv und emotional wird in der Bevölkerung die Gestaltung der Grabeinfassungen diskutiert. Die Besonderheit des Höfener Friedhofes liegt darin, dass die Grabstätten traditionell mit kleinen Buchsbaumhecken umrandet werden. Diese Gestaltung ist sogar in der Friedhofssatzung der Stadt Monschau festgeschrieben.

Doch Tatsache ist, dass der Buchsbaum auf dem Friedhof seit Jahren kränkelt. Pilzbefall und Feuchtigkeit der Pflanze haben schon so manchen Bürger bei der Grabpflege verzweifeln lassen.

Mehrere Rettungsaktionen für den geschädigten Buchsbaum schlugen fehl, und auch das Angebot alternativer Grüneinfassungen setzte sich noch nicht in der Bevölkerung durch. Letztendlich, stellt Ortsvorsteher Peter Theissen fest, sei inzwischen eine „unbefriedigende und irreführende” Situation entstanden, denn eine Reihe von Bürgern ist bereits dazu übergegangen, bis auf weiteres Gräber mit Holzumrandungen einzufassen. Auch über 400 Unterschriften aus Höfen, mit denen der Wunsch nach Veränderung und mehr Wahlfreiheit für die Bürger bei der Grabgestaltung zum Ausdruck gebracht wird, unterstreichen, dass in der Bevölkerung Klarheit gewünscht wird.

Von der Bürgerversammlung am Donnerstag verspricht sich der Ortsvorsteher nun ein „möglichst klares Meinungsbild”, die den Ratsvertretern die Richtung bei ihrer Entscheidung über eine mögliche Änderung der Friedhofssatzung vorgeben soll. Peter Theissen: „Der Mehrheitswille soll entscheiden.” Den Initiatoren der Unterschriftenliste sei er für deren Bemühungen „sehr dankbar.”

Neben dem Thema Grabeinfassungen soll auch über das Thema alternative Bestattungsformen gesprochen werden, wie Urnensondergräber, Gemeinschaftsurnengrab, Aschestreufeld und Friedwald. Schon diese Begriffe machen deutlich, dass die Bestattungskultur auch in ländlichen Gebieten einer einschneidenden Veränderung unterworfen ist und die traditionelle Grabpflege von den Angehörigen häufig nicht mehr in der bisher üblichen Form geleistet werden kann.

An der Versammlung werden nicht nur die Höfener Ratsvertreter, sondern auch Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter teilnehmen.
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