Was tun mit einem ausgedienten Nationalpark-Bus?

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Das Bus-Team des Fagabundus bei seinem letzten Einsatz im November 2013. (v.l. Dr. Klaus Haferkamp, Busfahrer Hermann Lenzen, Dirk Gemünd). Foto: Stefan Lehrke

Nordeifel. Nach sieben Jahren im Einsatz für den Nationalpark soll der Info-Bus „Fagabundus“ (Wortschöpfung aus „fagus“ = Buche und „Vagabund“) des Fördervereins Nationalpark Eifel e.V. nun in den Ruhestand entlassen werden.

Der Oldtimer (Mercedes-Benz, Baujahr 1976) wurde in der letzten Zeit immer reparaturanfälliger und aus diesem Grund im Januar 2014 mit dem Ablaufen der aktuellen TÜV-Plakette abgemeldet. Nun sucht der Nationalpark-Bus eine neue Aufgabe. Außer einer Nationalpark-Schule, die ihn stillgelegt zu einem Bestandteil ihres Schulgeländes machen möchte, gibt es erst wenige Ideen zur Nachfolgenutzung des außergewöhnlichen Fahrzeugs.

Der Förderverein Nationalpark Eifel e.V. ruft hiermit alle Interessenten zu kreativen Vorschlägen für eine neue Nutzung und zur konkreten Übernahme des Busses auf. „Vielleicht findet sich ja ein Oldtimer-Liebhaber, der den Fagabundus restaurieren und noch weiter fahren möchte“, hofft Sabine Wichmann, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. Auf jeden Fall dürfe der Fagabundus nicht verschrottet werden. „Die Lösung, den alten Nationalpark-Bus stillgelegt an einem festen Ort zu platzieren, z. B. auf dem Schulhof einer Nationalpark-Schule, könnten wir uns auch gut vorstellen.

Der Fagabundus war sehr beliebt bei den inzwischen 49 Nationalpark-Schulen und auf so manchem Schulfest vertreten“, erklärt Dirk Gemünd. Er war in den letzten Jahren oft mit dem Fagabundus unterwegs: „Ohne unseren engagierten Busfahrer, Hermann Lenzen, hätten wir bei weitem nicht so viele Einsätze wahrnehmen können.“ Der Nationalpark-Bus durfte nur mit einem entsprechenden Führerschein gefahren werden. Diesen musste der rüstige Rentner nun aufgrund seines fortgeschrittenen Alters abgeben. „So geht der Fagabundus nun auch in Rente“, stellt Hermann Lenzen mit einem Schmunzeln fest. Er selbst werde aber weiterhin im Förderverein aktiv bleiben. Für sein großes Engagement wurde Hermann Lenzen im Dezember 2013 die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Dr. Klaus Haferkamp vom Bus-Team drängt auf eine zeitnahe Übernahme des Fagabundus durch Interessierte: „Es ist nicht gut für das Fahrzeug, wenn es für eine längere Zeit steht. Möchte den Fagabundus noch jemand fahren, so werden wir uns um eine schnelle Abgabe bemühen.“

Die Übergabe des Fahrzeugs in „gute Hände“ steht für den Förderverein an erster Stelle. Daher ist er auch gerne bereit, dem Bewerber mit der schönsten Idee den Fagabundus zu schenken. Bewerbungen nimmt der Förderverein noch bis zum 5. März in kurzer schriftlicher Form entgegen: info@foerderverein-nationalpark-eifel.de. Der Förderverein Nationalpark Eifel e.V. war maßgeblich an der Ausweisung des ersten Nationalparks in Nordrhein-Westfalen beteiligt. Auch die weitere Entwicklung des Großschutzgebietes wird von ihm in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden, Fachverbänden und Vereinen unterstützt.

Mit rund 600 Mitgliedern stellt der Förderverein eine wichtige Institution zur Beteiligung und Information der Bevölkerung dar. Er versteht sich als Bürgerinformationsplattform rund um den Nationalpark Eifel und unterstützt diesen ideell und auch finanziell in unterschiedlichen Projekten. Beispielhaft ist hier das Projekt der Nationalpark-Schulen Eifel zu nennen, welches seit 2009 gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung realisiert und erweitert wird.

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