Was darf die Sanierung am Ende kosten?

Von: ag
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Wie weit die Sanierung der Sporthalle an der Hauptschule in Monschau gehen soll, wird der neue Stadtrat nach der Kommunalwahl entscheiden: Architekt Peter Kutsch stellte im Bauausschuss jetzt die geplanten Maßnahmen vor. Foto: Archiv/Schepp

Monschau. Um die überplanmäßigen Ausgaben im Rahmen der energetischen Sanierung der Sporthalle an der Monschauer Hauptschule ging es jetzt in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Stadt Monschau. Architekt Peter Kutsch stellte den Ausschussmitgliedern die geplanten Maßnahmen vor.

Für die Hauptmaßnahme, die Sanierung der Gebäudehülle, sind rund 1.450.000 Millionen Euro vorgesehen. Man habe versucht, die Kosten zu optimieren und könne mit zehn Prozent weniger Ausgaben in diesem Bereich rechnen, sagte Kutsch. Demnach käme diese Maßnahme auf 1.350.000 Millionen Euro. Gleichzeitig sei während der Planung zusätzlicher Handlungsbedarf festgestellt worden, der über das Kernprogramm hinausgeht und nach Meinung des Planers im Rahmen der energetischen Sanierung gleich mit erledigt werden solle.

Umkleide- und Sanitärbereich

Die zusätzlichen Maßnahmen hatte Kutsch in drei Blöcke unterteilt. Der erste Block umfasst die Sanierung der Umkleide- und Sanitärbereiche. Dafür wären rund 300.000 Euro nötig. Dazu gehört auch der Bau eines Behinderten-WC, das es bislang nicht gibt.

Der zweite Block sieht die Ertüchtigung der Fluchtwege und des Foyers vor. Für die unteren Fluchttüren der Turnhalle hatte Kutsch circa 11.000 Euro veranschlagt, 5000 Euro für „organisatorische und sonstige Maßnahmen“, rund 6000 Euro für Fenster und rund 8000 Euro für ein WC. Insgesamt wären für diesen zweiten Block rund 30 000 Euro zusätzlich nötig.

Im dritten Block ist die Sanierung des Tribünenbereichs vorgesehen. Etwa 55.000 Euro würden für ein teilverglastes Geländer im unteren Bereich der Tribüne fällig, rund 15.000 Euro für ein Geländer im oberen Bereich. Eine teilverglaste Einhausung der Sprecherkabine würde nach Kutschs Rechnung rund 10.000 Euro kosten. Für Bodenbeläge würden circa 25 000 Euro fällig und für die Erneuerung der Sitzbänke rund 15.000 Euro. Insgesamt würden sich die Kosten im zweiten Block auf rund 50.000 Euro belaufen. Für „Unvorhersehbares“ hatte Kutsch weitere 50.000 Euro eingeplant. Insgesamt würden die Kosten der Sanierung dann 1.850.000 Millionen Euro betragen.

„Die Ertüchtigung der Turnhalle ist wichtig für die Stadt“, sagte Georg Kaulen (CDU). Auch wenn die Hauptschule in Monschau wegfalle, sei die Halle für die Vereine von besonderer Bedeutung. Dafür müsse nur ein Blick auf den Belegungsplan geworfen werden. Deshalb müsse die Halle „den Erfordernissen der heutigen Zeit entsprechen“. Im Winter sei das Foyer derzeit aber nur mit Gummistiefeln zu betreten, die man dann auf der Toilette am besten gleich anbehalte, sagte Kaulen.

Auch Gregor Mathar (SPD) erkannte die Bedeutung einer Großraumsporthalle für die Vereine. Außerdem werde die Halle auch von den Schülern des St.-Michael-Gymnasiums genutzt, sagte Mathar. Auf das ein oder andere könne immer noch verzichtet werden. Da die überplanmäßigen Ausgaben mit Blick auf die finanzielle Situation der Stadt Monschau im Fokus der Öffentlichkeit stünden, halte er einen von der Verwaltung angeregten, begleitenden Projektausschuss für wichtig. Ein „Flughafenprojekt“ gelte es zu vermeiden. Eine Investition in neue Fluchttüren bezeichnete Mathar als vernünftig.

Der Stadt Monschau seien im Rahmen der Haushaltssanierung enge Grenzen gesetzt. Deshalb bedeute eine Mehrausgabe von 400 000 Euro einen Verzicht an anderer Stelle, sagte Bürgermeisterin Margareta Ritter. Wenn das Gebäude aber nun energetisch saniert werde, solle gleichzeitig auch der Sanitärbereich in Angriff genommen werden, sonst sei die Maßnahme nicht sinnvoll, sagte Ritter.

Eine Entscheidung, in welchem Umfang die Sanierung erfolgen wird, soll nach der Kommunalwahl durch den neu gewählten Stadtrat getroffen werden. Mit der Sanierung soll in diesem Jahr begonnen werden. Erste Gewerke sind bereits ausgeschrieben.

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