Wanderwoche des Eifelvereins führt durch das Allgäu

Von: bl
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Romantik pur auf Schritt und Tritt. Die Wanderwoche des Lammersdorfer Eifelvereins durchs Allgäu bescherte zahlreiche landschaftliche und kulturelle Erlebnisse. Foto: Bernd Läufer

Lammersdorf. Warum bloß heißt ein Fernwanderweg „Romantische Straße“? Diese Frage stand bereits vor dem Start der Wanderwoche des Lammersdorfer Eifelvereins im Raum. Schon manchen „Steig“ zwischen Blankenheim, Dresden und Lörrach hatte man in den letzten acht Jahren bezwungen.

Was das „Romantische“ betrifft, genügte ein Blick in den Tourenplan: Landsberg, Wieskirche und Neuschwanstein, Moorgebiete, Seen und die Gipfelkette der Allgäuer Alpen. Doch das Wort „Straße“ gab Rätsel auf – zunächst.

Nach der Anreise mit der Bahn bis Augsburg blieb genügend Zeit für einen Streifzug durch die prächtige Fuggerstadt. Am nächsten Tag machten sich dann die 21 Teilnehmer auf zur siebentägigen, 152 Kilometer langen Streckenwanderung. Wieder einmal hatte Hildegard Felser-Kriener die Tour bravourös geplant. Die ersten beiden Wandertage waren weitgehend geprägt von der Auenlandschaft und den Hangwäldern des Lechs.

Auf der dritten Etappe nach Peiting wurde die Landschaft offener und hügeliger. Die Allgäuer Moränenlandschaft war erreicht. Der Weg nach Steingaden bescherte gleich zwei Höhepunkte. In der tief in den Fels eingeschnittenen Ammerschlucht war Trittsicherheit und gutes Schuhwerk gefragt.

Spätestens am Kloster von Rottenbuch konnte kein Zweifel mehr daran bestehen, dass nun der sogenannte Pfaffenwinkel erreicht war. Die kulturelle Krönung war der Besuch der Wieskirche, die nicht umsonst zum Weltkulturerbe gehört. Am vorletzten Tag wurden die romantischen Klischees zur Genüge bedient: schmucke Dörfer und Höfe, das Läuten der Kuhglocken, die sich in einem See spiegelnde Kapelle, der Blick auf die Alpen, das Plätschern der Wellen am Ufer des Forggensees.

Zu guter Letzt folgte noch der Höhenpunkt. Nach einer kurzen Seilbahnfahrt bot sich vom Gipfel des 1881 Meter hohen Tegelbergs eine beeindruckende Fernsicht. Kontrast zum urwüchsigen Hochmoor im Naturschutzgebiet Wiesfilz drei Tage zuvor bot die Besichtigung der Königsschlösser am letzten Tag. Als am Sonntagmorgen in Füssen die Bahn bereitstand, lag eine fast perfekte Wanderwoche hinter den Lammersdorfern.

Wäre da nicht die Sache mit dem Wörtchen „Straße“ im Namen des Fernwanderwegs gewesen. Es hat seiner Bedeutung alle Ehre gemacht. Bei Wegen mit bis zu 75 Prozent Asphaltanteil war die Kunst der Kartenleser gefragt, um eine Füße und Gelenke schonende Alternativen zu finden.

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