Wanderland Rureifel präsentiert sich runderneuert

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Viele ehrenamtliche Helfer wir
Viele ehrenamtliche Helfer wirkten an der Qualitätsoffensive Wandern mit. In der Rureifel und in Langerwehe sind die Wege nun einheitlich ausgeschildert. Das Streckennetz wurde deutlich verkleinert.

Kreis Düren. Was über Jahrzehnte organisch gewachsen ist, war am Ende Wildwuchs. 156 Wanderwege mit einer Gesamtlänge von knapp 1140 Kilometern zählte man zuletzt in den vier Rureifel-Kommunen Heimbach, Hürtgenwald, Kreuzau und Nideggen sowie in Langerwehe.

Verheddert waren die Routen, die Ausschilderung uneinheitlich und nicht immer nachvollziehbar, manche Strecken in schlechtem Zustand oder landschaftlich nicht sonderlich reizvoll. Aus diesem Grund rief der Kreis Düren im November 2009 die Qualitätsoffensive Wandern ins Leben. Das Motto lautete: Weniger ist mehr.

Zwei Jahre Arbeit

In Zusammenarbeit mit dem Verein Rureifel-Tourismus, den fünf Rathäusern und vielen ehrenamtlichen Helfern aus den Eifel-, Heimat-, Kultur- und Verkehrsvereinen wurde die Schere angesetzt. Jetzt, zwei Jahre später, meldete Gotthard Kirch, Geschäftsführer der Rureifel-Tourismus, im Kreishaus Düren im Kreise der vielen Mitwirkenden Vollzug: „Die Zahl der Wege wurde auf 79 reduziert, also fast um die Hälfte. Das ausgeschilderte Wegenetz zählt nur noch 742 Kilometer - hier haben wir 38 Prozent gestrichen.”

Gekürzt wurde mit Augenmaß, wie Walter Weinberger, Leiter des Amtes für Kreisentwicklung und Kreisstraßen, rekapitulierte. Dazu wurden zunächst Qualitätskriterien entwickelt, als Messlatte für alle Wege, ausgenommen die Fernrouten und die Wege im Nationalpark. Anschließend begutachteten die geschulten Ehrenamtlichen das vorhandene Netz in zehn Arbeitsgruppen. Dann folgte die Feinabstimmung.

„Das hat hervorragend geklappt”, würdigte Weinberger das Engagement aller Ehrenamtler und nannte Wolfgang Müller, im Eifelverein Hauptwegewart für die Nordeifel, namentlich. Dank der knapp 50 000 Euro Fördermittel aus den Töpfen des Landes, Bundes und der EU wurden die Qualitätswege anschließend einheitlich ausgeschildert. Schwarze Zahlen und Pfeile auf weißem Grund sind nun richtungsweisend. Markiert wurde „auf Sicht”, verlaufen ist eigentlich ausgeschlossen.

16 neue Übersichtstafeln „Wanderland Rureifel” werden in den nächsten Wochen an besonderen Routenknoten aufgestellt. Der Eifelverein wird die neue Realität Anfang 2012 in einer komplett neuen Wanderkarte abbilden, kündigte dessen Geschäftsführer Manfred Rippinger an. „Die Übergangszeit müssen wir einfach überstehen”, riet Kirch zu Gelassenheit.

Neben der gedruckten Karte wird es detaillierte Infos mit Schmankerln wie Streckenprofi-len, Fotos und Infos von Sehenswürdigkeiten und GPS-Routenkoordinaten im Internet geben. Erich Schmidt stellte das Portal Rureifel-Navigator vor, das voraussichtlich im Januar freigeschaltet wird.

Damit die Wanderwege auf lange Sicht qualitätsvoll bleiben, wurden Patenschaften begründet. Die Paten kontrollieren sie mindestens zweimal jährlich und führen kleinere Reparaturen selbst durch, wobei ihnen das Material gestellt wird. Dafür gibt es ein kleines Anerkennungshonorar. In Heimbach, Kreuzau und Hürtgenwald sind weitere Paten willkommen.

Das runderneuerte Wanderland Rureifel wird am 13. Mai im Rahmen des Kreiswandertages offiziell vorgestellt. Die Mitwirkenden an der Qualitätsoffensive stießen bereits jetzt auf das gelungene Werk an. Als nächster Schritt soll nun der Netzschluss in Richtung Simmerath und Schleiden hergestellt werden.
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