Waldgeistern und Wichteln auf der Spur

Von: smb
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Erster Halt am Zauberbaum: Elf Kinder haben sich gestern mit Förster Jörg Melchior auf den Weg in den Wald gemacht. In den Sommerferien bietet der Förster 16 Walderlebnistage Foto: S.M.Berners

Lammersdorf. Julia, Lisa und Clara sind schon ganz aufgeregt. Sie haben ihre Rucksäcke mit reichlich Proviant auf die Schultern gesetzt und tragen rosa Hütchen als Sonnenschutz. „Wir wollen heute Wichtel und Waldgeister sehen”, verrät Lisa. „Und wir müssen ganz weit laufen.”

Da kommt auch schon Förster Jürgen Melchior mit seinem Dackel Beltene angefahren. Er will den Kindern heute den Wald zeigen. „Im Wald braucht man gar keine Angst zu haben, denn die, die dort Leben, die beschützen uns”, sagt der Förster, bevor es losgeht. Die erwachsenen Begleiter müssen ihre Handys ausschalten. Die nächsten zwei Stunden gehören nur dem Wald, den Wichteln und den Kindern. Förster Melchior hat nicht nur seinen Dackel, sondern auch viele Märchen und spannende Geschichten dabei.

Elf Kinder sind mit einigen Müttern zum ersten Ausflug der Walderlebnistage der Gemeinde Simmerath gekommen.

„Ich gehe häufig mit Joleen, Samira und Gina in den Wald. Mit einem Förster ist es aber immer etwas ganz besonderes”, sagt Mutter Claudia Vahns-Haag aus Lammersdorf. „Ganz spielerisch können die Kinder eine Menge lernen und wir nehmen immer tolle Anregungen mit nach Hause.” Sogar eine Mutter aus Langerwehe ist mit ihren beiden Kindern zur Kalltalschule gekommen, um bei dem Ferienangebot dabei zu sein.

Auf Spurensuche

Dann beginnt die Spurensuche. Von der Kalltalschule aus geht es vorbei am Junker-Rondell in den Wald. Querfeldein und mitten durch das Gehölz. Es gibt viel zu entdecken und im Wald warten viele Geheimnisse. Zum Beispiel das Geheimnis der gezackten Eichenblätter. Ob hier wohl der Teufel seine Finger im Spiel hatte? Was ist das für ein Käfer, der dort krabbelt? Und sind das etwa die Spuren von kleinen Wichteln?

Auch für den Förster ist keine Wanderung wie die andere. „Oft werden die Kinder selbst zu Erzählern.” Sie erzählen von dem, was sie in der Natur schon alles gesehen und erlebt haben. „Manche Kinder haben auch ein bisschen Angst vor dem Wald”, erklärt der Förster. Aber mit Beltene und dem Förster an der Seite gibt es keinen Grund sich zu fürchten. Und ohne die Furcht, kommt ganz schnell die Faszination für den Wald und für seine Bewohner. Spielsachen haben die Kinder nicht dabei. Im Wald gibt es alles, was man zum Spielen braucht. Vorausgesetzt, man bringt ein bisschen Phantasie mit. Davon haben Julia, Lisa und Clara und die anderen Kinder jede Menge.
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