Nordeifel - Wald-Zertifikat hilft bei der Vermarktung des Holzes

Wald-Zertifikat hilft bei der Vermarktung des Holzes

Von: ag
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Klaus-Jürgen Schmitz (links) von der Stadt Monschau und Jochen Knoth vom Regionalforstmat Eifel-Jülicher Börde halten das PEFC-Zertifikat für eine gute Sache: Es steht für nachhaltige Waldbewirtschaftung, die ökologische, ökonomische und soziale Kriterien gleichermaßen berücksichtigt. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. „Dieser Wald ist anders“ steht auf den Schildern, die jetzt im von der Forstverwaltung im Monschauer Stadtwald an markanten Punkten aufgestellt wurden. Auf dem Schild sind außerdem ein Specht bei der Arbeit, ein Logo mit einem Laub- und einem Nadelbaum sowie die Buchstaben PEFC zu sehen.

Rein äußerlich unterscheidet sich auch der Stadtwald bei Wahlerscheidt, wo auch eines dieser Fünf-Wege-Kreuze steht, nicht von einem x-beliebigen Forst in der Eifel. Was ihn von anderen unterscheidet ist eine nachhaltige Bewirtschaftung, die von einer weltweit tätigen Organisation – der PEFC – kontrolliert wird.

Die PEFC ist so etwas wie ein Wald-TÜV. PEFC ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“, also ein „Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen“. Die PEFC-Zertifizierung steht für nachhaltige Waldbewirtschaftung, die ökologische, ökonomische und soziale Kriterien gleichermaßen berücksichtigt. Doch nicht das Produkt Holz wird zertifiziert, sondern das forstliche Management, inklusive des Holztransports bis an den Waldweg. Da in den vergangenen Jahren das Umweltbewusstsein der Verbraucher verlangen viele Sägewerke und Papiermühlen diesen Nachweis. Deshalb findet man das PEFC-Logo zum Beispiel auch auf Möbeln.

Der Stadtwald ist bereits seit dem Jahr 2001 zertifiziert. Neu sind die Schilder, von denen insgesamt zehn aufgestellt wurden. „Wir haben sie bewusst dort aufgestellt, wo die Touristen im Wald vorbeikommen und die Besucher auch Zeit haben draufzugucken“, sagt Klaus-Jürgen Schmitz von der Stadt Monschau. Weitere Stellen sind zum Beispiel das Holländer Häuschen, die Antonius Brücke und die Höfener Mühle.

„Damit die Auflagen für das PEFC-Zertifikat erfüllt werden können, dürfen im Wald nur bestimmte Schmieröle eingesetzt werden, Waldböden dürfen außerhalb der Rückeschneisen nicht befahren werden, die Forstleute müssen speziell geschult werden und auch der Gewässerschutz spielt eine große Rolle“, erläutert Schmitz. Über viele Dinge mache man sich als Bürger wenig Gedanken, aber beim Selbsteinschlag, den auch die Stadt Monschau immer wieder anbietet, sei eine Reihe von Dingen zu beachten, was dann oft zu Fragen und Erklärungsbedarf führen würde, sagt Schmitz.

„Pingelig genau“

Viele der Auflagen würden die Forstwirte in der Eifel ohnehin erfüllen, sagt Jochen Knoth vom Regionalforstmat Eifel-Jülicher Börde. Mit dem PEFC-Zertifikat werde aber auch nach außen dokumentiert, dass die Forstwirtschaft im Stadtwald auf dem neuesten Stand sei. „Wir werden angehalten, pingelig genau hinzugucken und zu dokumentieren“, sagt Knoth. Das Zertifikat hilft den Forstwirten auch bei der Vermarktung des Holzes. „Viele Firmen verlangen dieses Zertifikat“, sagt Schmitz.

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