Nordeifel - „Wald-Wasser-Wildnis“: Projekt nach sechs Jahren abgeschlossen

„Wald-Wasser-Wildnis“: Projekt nach sechs Jahren abgeschlossen

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Die Projektbeteiligten von „Wald-Wasser-Wildnis“ feierten bei der Abschlussveranstaltung sechs Jahre erfolgreiche Naturschutzarbeit. Foto: A. Simantke/Nationalparkverwaltung Eifel

Nordeifel. Das Nationalparkforstamt Eifel und die Biologische Station der Städteregion Aachen feierten jetzt den Abschluss ihres 2011 gestarteten gemeinsamen EU-Naturschutzprojekts „Wald-Wasser-Wildnis“. Rund 300 Gäste erschienen, darunter Vertreter aus Politik und Verwaltung, Naturschutzverbänden, Institutionen und Unternehmen.

Sie ließen auf einer Wanderung durch Wüste- und Viehbachtal und einem anschließenden Festakt unter der Moderation von Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW, auf Burg Dreiborn das erfolgreiche Projekt Revue passieren.

In drei Natura 2000-Gebieten im Nationalpark Eifel wurde in sechs Jahren viel in Sachen Naturschutz bewegt. Ziel war es, den Lebensraum Mittelgebirgsbach sowie heimische Rotbuchen- und Auwälder zu verbessern und in der Fläche auszudehnen.

Sichtlich beeindruckt zeigte sich Dr. Martin Woike, Abteilungsleiter für Naturschutz und Forst im Umweltministerium Nordrhein-Westfalen, über die Vielzahl der erfolgreich durchgeführten Naturschutzmaßnahmen: „600 Hektar Maßnahmenflächen und 500 Einzelmaßnahmen, das ist eine beachtliche Bilanz und deutlich mehr als ursprünglich vorgesehen.“

80 Kilometer Bachlauf verbessert

Dr. Michael Röös, Leiter des Nationalparkforstamtes Eifel und Projektleiterin Bettina Krebs von der Biologischen Station zeigten auf, was konkret getan wurde: So wurden nicht nur heimische Nadelbäume aus den Bachtälern entnommen, Rotbuchen unter Fichten gepflanzt und neu aufkommende Pioniergehölze durch Zäune vor Verbiss geschützt. Neue Wege ging das Nationalparkforstamt in Sachen Totholz. Einzelne Nadelbäume wurden in den Tälern belassen und aktiv zum Absterben gebracht. Das so geschaffene Totholz bietet Lebensstätten für eine Vielzahl von Tieren.

Weiterhin entfernten Baufirmen über 100 Verrohrungen, Wehre und Befestigungen. Zudem wurden 12 Bachstauen beseitigt oder umgebaut. Insgesamt 80 Kilometer Bachlauf sind somit wieder für Bachtiere durchgängig. „Begleitende wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Fische und andere Bachbewohner schon jetzt von den Wald- und Wassermaßnahmen profitieren“, berichtet Bettina Krebs.

Auch Jochen Pöttgen, Leiter der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Bonn, freut sich über den sinnvollen Einsatz der Fördergelder: „Der Nationalpark Eifel ist durch das EU-Projekt „Wald – Wasser - Wildnis“ noch attraktiver geworden. Davon profitieren nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen, die den Nationalpark besuchen, ihn erkunden und sich erholen.“

Ein weiteres Highlight des Abends war die Vorstellung des druckfrischen Projekt- Comics „Mit Johanna und Jan durch den Nationalpark Eifel“. Auch die Nationalpark-Schule der Katholischen Grundschule in Dreiborn hat sich eingebracht: Schüler der präsentierten selbstgemalte Bilder, Geschichten und Lieder. Das Fest fand bei Musik und regionalen Speisen seinen Ausklang.

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