Wald bleibt ein gutes Geschäft

Von: hes
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Der Stadtwald – hier am oberen Bildrand im Bereich Brather Hof/Wahlerscheid – bleibt für die Stadt Monschau ein lukratives Zubrot. Foto: Schepp

Monschau. Auf den Stadtwald ist Verlass: Gab es vor der Jahrtausendwende im Forstwirtschaftsplan der Stadt Monschau auch schon mal Jahre mit mehr oder minder großen Verlusten, so wird der städtische Waldbesitz seit mehr als zehn Jahren durchweg gewinnbringend bewirtschaftet.

Wenn die Haushaltsansätze für das laufende und das kommende Jahr sich bewahrheiten, steigt der Gesamtgewinn des Stadtwaldes für den Zehn-Jahres-Zeitraum von 2006 bis 2015 auf knapp 2,3 Millionen Euro. Diese Zahlen legte die Forstverwaltung der Stadt nun dem Monschauer Umweltausschuss vor.

Gut 223.000 Euro Plus machte die Stadt im Jahr 2013 mit dem Wald, und wenn nicht alle Vorzeichen trügen wird auch am Ende 2014 ein ähnlicher Ertrag zu Buche stehen, wie Kämmerer Franz-Karl Boden dem Umweltausschuss berichtete. Den Haushaltsansatz des Forstwirtschaftsplans hatte man ursprünglich mit 162 178 Euro kalkuliert, „weil wir lieber mit seriösen Zahlen und Kalkulationen arbeiten“, so Boden.

Auch für den Plan 2015 wurde diese Verfahrensweise gewählt, und doch schließt der Haushaltsansatz mit 214.544 Euro Plus. Das liegt nicht etwa daran, dass die Forstverwaltung bei der Holzernte an die Substanz des Stadtwaldes geht, eher im Gegenteil: „Der Stadtwald hat mit einem Holzvorrat von ca. 445.000 Festmeter inzwischen seinen ‚Normalvorrat‘ erreicht. Der frühere Überhang an Jungebständen, der den Stadtwald zum sogenannten Aufbaurevier machte, ist überwunden“, berichtete die verwaltung im Umweltausschuss. Bei einem geschätzten jährlichen Zuwachs von fast 19.000 Festmetern und einer nach wie vor geplanten Abschöpfung von rund 10.000 Festmetern pro jahr werde der Holzvorrat eher weiter ausgebaut.

Diese „Abschöpfung“, also der Holzeinschlag ist laut Hauungsplan für 2015 mit genau 9760 Festmetern vorgesehen, wie Forstmeister Klaus-Jürgen Schmitz dem Ausschuss berichtete. Beim vorgesehenen Stammholzeinschlag, der 2015 ausschließlich durch städtische Forstwirte erfolgen soll, ist beabsichtigt, die 60- bis 87jährigen Fichtenbestände zu durchforsten. Zur Durchforstung weiterer Fichtenbestände im Alter zwischen 36 und 60 Jahren ist der Einsatz von Unternehmern vorgesehen. Insgesamt erhofft sich die Stadt aus dem Einschlag „bei anhaltend guter Holzmarktlage“ (Boden) einen Erlös von 545.480 Euro, den Bärenanteil erwirtschaften mit 280.000 Euro die eigenen Waldarbeiter.

Im später einstimmig verabschiedeten Forstwirtschaftsplan für 2015 bilden 26.000 neue Pflanzen (Schwerpunkt Douglasie, weil schnell wachsend ertragreich) den Kulturplan, auf einer Fläche von 30 Hektar ist Waldschutz gegen Wildverbiss erforderlich.

Der Umweltausschuss hatte sich vor der Sitzung Durchforstungsmaßnahmen des laufenden Jahres vor ort angesehen und lobte anschließend ausnahmslos die gute Arbeit von Klaus-Jürgen Schmitz und seiner Mannschaft.

Roland Krökel bat nur darum, auf Rückearbeiten bei sehr nasser Witterung zu verzichten, da sonst die Wege für Radfahrer, Wanderer und Läufer zu sehr in Mitleidenschaft gezogen würden. Man sei grundsätzlich gewillt, dies so zu praktizieren, doch habe der regenreiche Sommer 2014 da wenige trockene Tage gehabt, entgegenete Schmitz. „Das bleibe bei einem Wirtschaftswald nicht aus“, ergänzte Franz-Kartl Boden und bewertete 19.000 Euro an Instandsetzungskosten bei 180 Kilomneter Waldwegenetz als „äußerst gering“.

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