Bayern Audienz Papst Trikot Freisteller

Wahrzeichen „Weißes Kreuz” liegt zerstört am Boden

Von: M. S.
Letzte Aktualisierung:
Mutwillige Zerstörung eines w
Mutwillige Zerstörung eines weithin sichtbaren Wahrzeichens: Das „Weiße Kreuz” an der Straße von Eicherscheid nach Hammer wurde in den letzten Tagen des Jahres 2011 von Vandalen heimgesucht. Foto: M. Schmitz

Eicherscheid. Vorläufiges und trauriges Ende eines weitbekannten Nordeifeler Wahrzeichens: Am Neujahrstag entdeckten entrüstete Spaziergänger das „Weiße Kreuz” rechts der Straße Eicherscheid/Hammer in drei Teile zerbrochen auf dem Waldboden.

Das Kreuz war im Jahr 1927 vom damaligen Eicherscheider Theaterverein aus Aufführungserlösen gestiftet worden.

Das bis dato sieben Meter hohe Kruzifix aus massiver und mit witterungsfestem Edelstahlblech ummantelter Eiche hatte seinen bei Wanderern aus Nah und Fern beliebten Platz nahe einer Schutzhütte, die 1963 vom Verein „Naturpark Nordeifel” erbaut worden war und bis heute als gern anvisiertes Ziel und Rastplatz für Spaziergänger gilt, die von diesem wild-romantischen Felsengrund einen herrlichen Ausblick nach Widdau und Richtung Rurtal genießen.

Nun aber bot sich dem Betrachter ein trostloses Bild der Zerstörung. Der Verdacht auf mutwillige Beschädigung liegt nahe; denn der allein 180 Kilo schwere Querbalken des christlichen Symbols lag 20 Meter vom mächtigen, zersplitterten Kreuzesstamm entfernt. Das kann unmöglich der noch so wilde Eifelsturm gewesen sein...

1994 und 2000 restauriert

Im Gespräch mit Manfred Schreiber, dem Geschäftsführer des Eicherscheider Eifelvereins, wird die geschichtsträchtige Bedeutung des Weißen Kreuzes deutlich: „Es wurde im Zweiten Weltkrieg ramponiert, deshalb 1948 von der Schreinerei Ludwig Offermann repariert und rund zehn Jahre später von Offermanns Kollegen Alois Förster komplett erneuert.”

Nach Auflösung des einst recht erfolgreichen Theatervereins, verrät ein Blick in Schreibers Chronik, übernahm die Eicherscheider Eifelvereins-Ortsgruppe Patenschaft und Pflege für das Monument und restaurierte es 1994 vorbildlich. Im Herbst 2000 bauten seine Mitglieder überdies den wuchtigen Eichen-Querbalken ein, der dank Blechabdeckung, anders als sein morscher Vorgänger, eigentlich der rauen Eifelwitterung viele Jahrzehnte hätte trotzen sollen.

Eine neuerliche Instandsetzung dürfte, schätzen Fachleute, schwierig und kostspielig werden, „in unwegsamem, extrem steilen Gelände wird man bei der Wiedererrichtung des religiösen Denkmals wohl nicht ohne Einsatz eines Krans auskommen”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.