Simmerath - Vortrag zum Elternunterhalt: „Kinder haften für ihre Eltern“

Vortrag zum Elternunterhalt: „Kinder haften für ihre Eltern“

Letzte Aktualisierung:

Simmerath. Die Frage, wann und inwieweit Kinder für die Pflegekosten und den Unterhalt ihrer Eltern aufkommen müssen, beschäftigt viele Menschen.

Am Donnerstag, 16. April, wird sich der Rechtsanwalt und Steuerberater Michael Bogalski von 18.30 bis 20.30 Uhr im Rahmen einer Angehörigenschulung des Amtes für Altenarbeit der Städteregion Aachen und der AOK Rheinland/Hamburg auf Einladung der „Aktion Demenz Simmerath“ in der Seniorenresidenz, Rathausplatz 3-13, in Simmerath mit dieser komplexen Thematik befassen.

Mit der steigenden Lebenserwartung nimmt zwangsläufig auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen zu. Da aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen die Versorgung innerhalb der eigenen Familie vielfach nicht sichergestellt werden kann, ist die Unterbringung in einem Pflegeheim oftmals unumgänglich.

„In den wenigsten Fällen reichen die eigenen Rentenbezüge des Pflegebedürftigen aus, um die zum Teil sehr hohen Unterbringungskosten im Heim zu bezahlen“, sagt Michael Bogalski. Für die betroffenen Senioren ist dies weit weniger dramatisch als für ihre Kinder, da zunächst das Sozialamt die Kosten übernimmt.

„Im nächsten Schritt wendet sich der Sozialhilfeträger aber an die Kinder“, sagt der Rechtsanwalt. Durch eine Überprüfung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse wird die sogenannte „Leistungsfähigkeit“ ermittelt. Das kann dazu führen, dass der Nachwuchs zum Elternunterhalt herangezogen wird.

Der Experte wird in seinem Vortrag erläutern, welche Einkommensgrenzen dabei gelten und wie der Sozialhilfeträger diese Berechnung vornimmt. Von besonderer Bedeutung ist dabei, welche Ausgaben das zu berücksichtigende Einkommen mindern – inwieweit also beispielsweise die Raten für das Eigenheim oder Beiträge für die eigene Altersversorgung anerkannt werden.

Viele Fragen werfen in diesem Zusammenhang auch Schenkungen und Eigentumsübertragungen an Immobilien auf. „Wurden dabei beispielsweise Wohn- oder Nießbrauchrechte zurückbehalten beziehungsweise eingeräumt, kann dies von großer Bedeutung sein und unter Umständen für Ärger sorgen“, weiß Bogalski.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung unter Telefon 02473/927880 wird gebeten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert