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Vorsorge für den Betreuungsfall: Es kann jeden treffen

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
Zum Tag des Betreuungsrechtes
Zum Tag des Betreuungsrechtes am 10. November wird Robert Plastrotmann, der Direktor des Amtsgerichtes Monschau, in zwei Vorträgen interessierte Bürger informieren. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Es nicht gerade ein Thema, mit dem man sich gerne auseinandersetzt, aber Vorsorge für den Betreuungsfall zu treffen, ist heute wichtiger, denn je, denn es kann jeden treffen. Durch Unfall, Krankheit oder Alter kann jeder Mensch in die Lage geraten, dass er wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln kann und er auf die Hilfe anderer angewiesen ist.

Doch Vorsorgevollmacht und Betreuung wollen geregelt sein, damit sie auch vor dem Gesetz Bestand haben. Aus diesem Grunde findet am Donnerstag, 10. November, der Tag des Betreuungsrechtes statt. Auch das Amtsgericht Monschau ergreift an diesem Tag die Gelegenheit, um die Bevölkerung über die Themen Vorsorgevollmacht und Betreuungsrecht zu informieren. Robert Plastrotmann, der Direktor des Amtsgerichtes, wird in zwei Vorträgen (s. Box) über die Grundzüge der gesetzlichen Regelungen und Möglichkeiten der Vorsorge informieren.

Dass die Vorsorge und Betreuung inzwischen „ein Riesenthema” ist, kann Plastrotmann, der Anfang des Jahres offiziell in sein Amt eingeführt wurde, nur bestätigen. Allein im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichtes Monschau gibt es derzeit 505 laufende Betreuungsverfahren.

Die Fragen in der Bevölkerung sind vielfältig, doch die wenigsten Menschen haben auch gesicherte Antworten und Informationen parat, wenn plötzlich der Fall eintritt, dass man auf die Hilfe anderer angewiesen ist.

Wer kann als Betreuer eingesetzt werden? Wird mein Wille beachtet? Wer erledigt die Bankgeschäfte? Wer kümmert sich um die ärztliche Versorgung? Die Liste der Fragen ist lang, denn nicht immer ist es selbstverständlich , dass sich Angehörigen um alle Angelegenheiten kümmern. Denn weder Ehegatten noch Kinder dürfen rechtsverbindliche Entscheidungen treffen, wenn sie nicht im Besitz einer Vorsorgevollmacht sind.

Es gibt bestimmte Formen, an die eine Vollmacht gebunden ist; auch in diesem Punkt herrscht vielfach Unsicherheit in der Öffentlichkeit. Auch ganz praktische Fragen, wie eine Vollmachtsurkunde aufzubewahren ist und wie lange sie gültig ist, sollen im Rahmen der Vorträge beantwortet werden. Auch die Frage, wer als Betreuer in Frage kommt, wird erörtert. Angehörige und Freude sind in erster Linie die Ansprechpartner, aber das Gericht kann auch gesetzliche Betreuer bestellen.

Für Robert Plastrotmann ist im Zusammenhang mit Fragen zum Betreuungsrecht auch wichtig, dass das zuständige Amtsgericht Monschau als „Kompetenzzentrum” herausgestellt werde. Hier sei es auch jederzeit möglich, dass der Bürger sich über Rechtsangelegenheiten informiere. „Das geht immer.”

Das Thema Betreuung werde in Zukunft eine noch größere Rolle spielen, ist Plastrotmann überzeugt, denn im häufiger würden alte Menschen und deren Angehörigen mit dem Problem Demenz konfrontiert. „Das Problem ist, dass wir total überaltern.” Fast jeder könne in seinem Umfeld einen Fall schildern, bei dem Demenz eine Rolle spiele. Daher werde das Thema Vorsorge auch weiterhin an Bedeutung zunehmen: „ Es geht um vorausdenkendes Handeln, wenn zum Beispiel plötzlich eine Heimunterbringung ansteht.”

Um so wichtiger sei es, sich frühzeitig mit dem Thema Vorsorge zu beschäftigen, damit auch der Wille des Betroffenen angemessen berücksichtigt werden könne.

Zwei Vorträge im Amtsgericht Monschau

Zum Tag des Betreuungsrechtes, der am Donnerstag, 10. November stattfindet, wird auch das Amtsgericht Monschau zwei Vorträge anbieten, die sich mit den Themen Vorsorgevollmacht und Betreuung befassen. Die Vorträge hält Robert Plastrotmann, der Direktor des Amtsgerichtes Monschau. Die Vorträge finden um 10.30 Uhr und um 16.30 Uhr im großen Sitzungssaal im Gebäude Laufenstraße statt.
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