Vorbereitungen für das Segel-Jugendcamp laufen auf Hochtouren

Letzte Aktualisierung:
6008947.jpg
Die Eheleute Stoffers kümmern sich vom 16. bis zum 19. August im Rahmen des dritten Segel-Jugendcamps in Woffelsbach um „benachteiligte“ Jugendliche.

Woffelsbach. Nach den heißen Tagen schaut Danilo Stoffers entspannt dem regnerischen Treiben vor seiner Haustür zu. Die Zeit zum Durchatmen können er und seine Frau Sabrina brauchen, denn in wenigen Tagen herrscht wieder Leben im Haus.

Gut 40 Jugendliche aus allen Teilen der Euregio werden sich beim dritten Integrativen Segel-Jugendcamp am Wildenhof in Woffelsbach (Rursee) die frische Luft um die Nase wehen lassen. Das Besondere ist, dass hier Menschen mit und ohne Behinderung, sowie mit und ohne Migrationshintergrund vier Tage lang Gemeinschaft erleben können.

Vielfältig gefördert

Gefördert und finanziert wird das Projekt unter anderem vom Landschaftsverband, der Städteregion Aachen sowie durch Kooperationen mit der RWTH Aachen, dem Aachener Boot-Clubs (ABC) und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Durch das Segel-Jugendcamp erhalten sozial benachteiligte Jugendliche die Möglichkeit, Natur und Wassersport in der Eifel zu entdecken. Und Danilo und Sabrina Stoffers tragen einen erheblichen Teil zum guten Gelingen bei. Denn um das zwei Hektar große Gelände der RWTH-Aachen kümmern sie sich ganz alleine. Das bedeutet viel Arbeit, aber auch viel Freude. „Wir freuen uns auf die Jugendlichen und wünschen ihnen, dass sie hier tolle Begegnungen und Freundschaften knüpfen können“, so Danilo Stoffers. Seine Frau ergänzt: „Außerdem denke ich, dass das Camp die Entwicklung jedes einzelnen fördert und sein Selbstbewusstsein stärkt.“

Es soll an nichts mangeln

Doch für die vier Tage braucht es natürlich auch noch etwas mehr. Und um dieses „Mehr“ kümmert sich das Ehepaar mit vollem Engagement. Fünf Kilo Hackfleisch, acht Kilo Kartoffeln, sechs Kilo Käse und 20 Kilo Äpfel sind nur ein paar Zahlen, die deutlich machen, wie groß alleine der organisatorische Aufwand ist. Die Stoffers machen es gerne. Während andere vor lauter Stress den Kopf in den Sand stecken würden, gehen sie die Aufgaben an.

„Viele Familien können nicht in Urlaub fahren, dabei sind Chancengleichheit und die Möglichkeit, auch mal raus zu kommen, sehr wichtig“, erzählt Danilo Stoffers. Jetzt, im Sommer, arbeiten sie zusammen etwa 160 Stunden die Woche, damit es den Besuchern auch an nichts mangelt.

Der Ankunft der Jugendlichen sehen sie deshalb ziemlich entspannt entgegen. Segeln, eine Nachtwanderung, einen Rap-Workshop oder ein Capoeira-Abend sind nur einige der Programmpunkte, die sich das Ehepaar überlegt hat. Ihr Engagement geht sicherlich weit über das Normale hinaus. Für die Beiden selbst jedoch ist es einfach eine Sache, der sie sich mit viel Spaß und Motivation annehmen, um Menschen, denen es nicht ganz so gut geht, ein paar unvergessliche Tage zu bescheren. Die Geschäftsführerin des ausrichtenden Vereins zur Förderung von Integrativen Jugendcamps e.V., Uschi Brammertz, dankte den Eheleuten: „Was die Stoffers hier leisten ist von unschätzbarem Wert. Ich bin den Eheleuten sehr dankbar!“

Erst, wenn alle, die in einem Boot sitzen, mit anpacken, kann ein Schiff Fahrt aufnehmen. Das ist eine der Erfahrungen, die die Camp-Teilnehmer ab dem 16. August noch machen und nie wieder vergessen werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert