Von der „Liebe in der Musik“ seit der Renaissance bis in die 1960er

Von: Breu
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Mit Liebe über die Liebe: der Kirchenchor St. Matthias Strauch beim Jubiläumskonzert. Foto: Kornelia Breuer

Strauch. Der Kirchenchor St. Matthias Strauch feierte im Sommer gemeinsam mit dem St.-Josef-Verein den 125. Geburtstag der beiden Vereine. Wenn ein Verein so lange besteht, zeugt das von Engagement und Liebe zur Sache der einzelnen Mitglieder. Bei einem Kirchenchor ist dies naturgemäß die Liebe zur Musik. So hatte der Chor für sein Jubiläumskonzert am Sonntag in der Pfarrkirche das Motto „Liebe in der Musik“ gewählt.

Nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Zuhörer durch den Dirigenten Klaus Dederichs, stimmte Raimund Löhrer zunächst mit den Worten des Apostels Paulus an die Korinther, mit dem „Hohen Lied der Liebe“ auf das Thema ein. Neben dem Chor wirkten das Flötenquartett der Städtischen Musikschule Aachen, die Gruppe Primavoca aus Stolberg und weiter Gastmusiker mit.

Gemeinsam begab man sich auf eine Reise durch die Musik von der Renaissance bis zu den 68ern. Das Flötenquartett begann mit „Bonjour mon amour“ von Orlando di Lasso aus dem 16. Jahrhundert. Weiter ging es mit Stücken bekannter und weniger bekannter Künstlern aus der gesamten Welt. Es wechselten kirchliche und weltliche Themen ebenso wie Stimmungen und Harmonien. Mit dem „Tourdion“ von Pierre Attaingnant erklang ein französisch flotter Gesang des Chores.

Bei dem bekannten Kirchenlied „Zion hört“ von Johann Sebastian Bach glänzten neben der Solistin Miriam Löhr auch Frank Rebien am Saxophon und Bruder Winfried am Kontrabass. Ein besonderer Ohrenschmaus war der Vortrag von „Jesus bleibet meine Freude“, welches vom Chor gesungen wurde und mit der Begleitmelodie von der Solistin und dem Saxophon unterlegt war.

Publikum singt mit

Im Wechsel trugen Chor, Solistin und Flöten die folgenden Stücke gekonnt vor. Dirigent Klaus Dederichs leitete humorvoll und informativ in die Werke ein. Mit „Marmotte“ und „Barcarole“ langte man schließlich in der Romantik an und Klaus Dederichs lud die Zuhörer ein, an angezeigten Stellen mitzusingen. Dies wurde vom Publikum begeistert angenommen und so war der Kirchenraum ganz gefüllt von dem fröhlichen Gesang. Über „Wochenend‘ und Sonnenschein“ von den Comedian Harmonists, vorgetragen von Primavoca über „Küss mich, halt mich, lieb mich“ und „The Rose“ ging es in die Moderne.

Stehender Applaus

Das Publikum dankte den Akteuren mit langanhaltendem, stehendem Applaus, und als Zugabe intonierten alle Beteiligten gemeinsam mit dem Publikum das „Halleluja“ von Leonard Cohen.

Mit insgesamt 34 Stücken, davon die Hälfte vom Kirchenchor gesungen, hatte der Verein ein abwechslungsreiches, schönes Programm erstellt, das Publikum war begeistert und alle freuen sich auf ein Wiedersehen und -hören beim traditionellen „Boom besenge“ am zweiten Advent.

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