Nordeifel - Von 5 bis 71: Ju-Jutsu verbindet Generationen

Von 5 bis 71: Ju-Jutsu verbindet Generationen

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Nordeifel. Der Begriff Generation bezeichnet alle Menschen, die in einem bestimmten Zeitabschnitt mit durchschnittlich gleichem Zeitraum (ca. 30 Jahre) von einer Generation zur nächsten geboren wurden (z. B. Kinder, Eltern und Großeltern).

Die körperliche Verfassung, Denkweisen, Verhaltensmuster, Trainingsmethoden und Ziele der Generationen unterscheiden sich auch im Sportbereich. Durch Gerechtigkeit, Respekt, gegenseitige Unterstützung, soziales Verhalten, gemeinsame Ziele und Trainingseinheiten ist im Sport eine „Partnerschaft“ unter Menschen verschiedenster Altersklassen möglich.

Aus mehreren Generationen wird ein „Team“. Vor diesem Hintergrund richtete die Jujutsu-Abteilung des Rurberger Sportvereins jetzt einen sogenannten Generationenlehrgang aus.

Der 1. Vorsitzende des Rurberger SV, Kurt Hilger, und der Jujutsu-Abteilungsleiter, Robert Prümm, begrüßten die Lehrgangsteilnehmer und Zuschauer. Insgesamt 144 Lehrgangsteilnehmer – 84 Kinder/Jugendliche und 60 Erwachsene/Senioren – aus 17 Vereinen waren dazu nach Simmerath gekommen. Dabei waren Vereine aus Belgien, Sauerland/Plettenberg und Leverkusen/Quettingen sowie Sportler ähnlicher Kampfsportstile wie Jujitsu und Hapkido.

Jujutsu ist eine Kampfsportart, die von Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche, Erwachsene, Senioren (Ü40) und wegen der Flexibilität auch von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen erlernt werden kann. Ziele sind Gewalt-Prävention, Selbstbehauptung und das Erlernen der Grundlagen der Selbstverteidigung nach dem DJJV Ju-Jutsu-System.

Innerhalb der Generationen wird Ju-Jutsu durch unterschiedliche Trainingsmethoden, nach den jeweiligen körperlichen und geistigen Möglichkeiten, vermittelt.

Während der vier Stunden Lehrgangszeit zeigte ein erfahrenes Referententeam mit vier Trainern speziell alters- und zielgruppenorientierte Spielformen zur Erweiterung der Bewegungskompetenz und Selbstverteidigungstechniken aus dem Bereich der Bodentechniken, Würfe, Hand- und Fußtechniken sowie Hebeltechniken.

Die JJ-Kampfsportler im Alter von 5 bis 71 Jahre trainierten generationsübergreifend bei guter Stimmung mit viel Spaß und Freude miteinander. Dabei wurde diszipliniert auf der stark besetzten Kampfmatte ein ständiger Partnerwechsel durchgeführt. Oftmals konnte festgestellt werden, dass die „Kleinen“ bei den Technikausführungen pfiffiger waren als die erfahrenen „Großen“.

Dafür hatten die älteren JJ-Sportler erkennbar viel Spaß bei der Durchführung der Spielformen. „Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, Menschen werden alt, weil sie nicht mehr spielen“, hat Georg Bernard Shaw einmal gesagt.

Freundschaften entstanden

Durch diesen Lehrgang entstanden neue Bekanntschaften und der hautnahe Einblick und das Verständnis für die Belange der jeweiligen Altersgruppen. Mit der Erkenntnis „Ju-Jutsu verbindet Generationen“ waren sich die Teilnehmer einig, dass im nächsten Jahr wieder ein Generationenlehrgang im Bereich Aachen stattfinden soll.

Bei geringer Lehrgangsgebühr bot der Rurberger SV bzw. seine Jujutsu-Abteilung alle sportlichen Leistungen sowie Kuchen, Warm- und Kaltgetränke für die Lehrgangsteilnehmer und die zahlreichen Zuschauer inklusiv kostenlos an.

Die Teilnehmer bedankten sich beim Ausrichter für die professionelle Planung und Durchführung des Lehrgangs und bei allen Helfern im Hintergrund, ohne die solch eine Veranstaltung nicht stattfinden könnte.

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