Vom Mittelmeer in die Eifelwälder: Der Orpheusspötter

Von: Günter Krings
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Der Orpheusspötter ist nicht nur im Nationalpark Eifel wieder heimisch geworden, sondern wurde in den vergangenen 20 Jahren auch vielfach im Monschauer Land beobachtet und gehört. Foto: O. Käseberg

Nordeifel. Die Nationalparkverwaltung berichtete kürzlich, dass der Orpheusspötter im Nationalpark heimisch geworden sei. Er ist aber nicht nur dort beobachtet worden, sondern auch in einigen Gebieten des ehemaligen Kreises Monschau.

Die erste Notierung dieses aus dem Mittelmeerraum stammenden Singvogels wurde am 20. Mai 1995 aufgeschrieben. Ein Ornithologe hörte im Bereich des Bahnhofs Monschau einen ihm unbekannten Vogelgesang, konnte aber im dichten Gebüsch den Vogel nicht sehen.

Er informierte andere Ornithologen, die sich in den Vogelgesängen besser auskennen, und die waren sich sicher, dass dieser Singvogel ein Orpheusspötter war. Zwischen dem 11. Juli und 22. Juli 1995 wurde dann an dieser Stelle beobachtet, wie diese Vögel ihre Jungen fütterten. Der erste Brutnachweis des Orpheusspötters konnte also 1995 erbracht werden. Im gleichen Jahr konnte diese Vogelart auch am Bahnhof Lammersdorf gehört werden.

In den folgenden Jahren konnte dieser Vogel nicht mehr gehört und registriert werden – erst wieder am 1. Juni 2000 konnte an der Eupener Straße bei Mützenich der Gesang gehört werden. In den Monaten Juni und Juli 2005 sang ein Orpheusspötter sehr intensiv in einem Garten in der Heustraße in Simmerath.

Seitdem wird dieser mediterrane Singvogel regelmäßig im Bereich des Vennabfalls gehört und beobachtet: Stehling, oberes Kluckbachtal, in der Nähe von Huppenbroich, Kall am Lönsfelsen, in der Nähe von Gut Heistert bei Kalterherberg, im Kranzbruch und Auf den Kempen bei Simmerath, Rotes Venn bei Mützenich, Brückborn bei Konzen, Brather Bach bei Höfen, Ravel-Weg am Hatzevenn, Bahnhof Monschau.

Das Jahr mit den häufigsten Beobachtungen war 2011. In dem Jahr wurden sogar drei singende Männchen im Bereich des Kranzbruches registriert.

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