Vom Ideal-Wasserstand noch weit entfernt

Von: P. St.
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Ausnahmsweise mal nicht im Was
Ausnahmsweise mal nicht im Wasser: Das Fahrgastschiff „Aachen” der Rurseeschifffahrt liegt noch bis Ende der Woche in Rurberg an Land zwecks technischer Untersuchung und Grundreinigung. Foto: P. Stollenwerk

Rurberg. Wenn zum Start der Nebensaison am 31. März die Eifel-Besucher gut gelaunt die Fahrgastschiffe der Rurseeschifffahrt in Besitz nehmen, dann können sie sich darauf verlassen, dass sie sicher über Rur- und Obersee dahingleiten.

Weil ohne Sicherheit nichts läuft, werden die Schiffe regelmäßig überprüft, und jeweils im Abstand von fünf Jahren müssen sie an Land gezogen werden, weil die SUK (Schiffsuntersuchungskommission) genau hinschauen möchte. Vor allem die Materialstärke des Bodens ist von Interesse. Diese wird per Ultraschall ermittelt.

In diesem Frühjahr ist es wieder einmal soweit: Seit Anfang der Woche liegt die „Aachen” nahe der Schiffsanlegestelle Rurberg auf dem Trockenen. Das seltene Spektakel zog bereits so manchen Schaulustigen an.

Mittels Seilwinden wurde der 120 Tonnen-Koloss (37 Meter lang, 6,50 Meter breit) auf die fest installierten Schienen direkt am Eiserbachdamm gezogen. Der Schiffs-TÜV hat inzwischen grünes Licht gegeben, so dass das 33 Jahre alte Schiff, das Platz für 472 Fahrgäste bietet, Ende der Woche wieder zurück zum „Heimathafen” Schwammenauel gleiten kann.

Bis dahin ist die Mannschaft der Rurseeschifffahrt noch gefordert, wird die Chance auf dem „Trockendock” doch genutzt, um die „Aachen” mit einem neuen Anstrich glänzen zu lassen und eine Grundreinigung vorzunehmen, erläutert Klaus Blumberg (45), Schiffsführer der „Aachen” und seit 2003 an Bord. In den knapp drei Wochen bis zum Start der vier Fahrgastschiffe gibt es noch viel tun, wobei dank des goldenen Spätherbstes im vorigen Jahr schon einige Arbeiten auf den Oberdecks erledigt werden konnten.

Die Rurtalsperre ist nach dem Trockenjahr 2011 inzwischen wieder gut gefüllt, aber aus Sicht der Rurseeschifffahrt mit zehn Metern unter dem Höchststand noch weit vom Ideal-Pegelstand entfernt. Als „etwas unglücklich” bezeichnet Franz-Josef Heuken seitens der Geschäftsführung die aktuelle Situation. Die langfristige Wetterprognose sage für März, April, und Mai 20 Prozent weniger Niederschlag als im Jahresmittel voraus. „Wenn jetzt noch die Vegetation früher einsetzt, dann erleben wir das gleiche Desaster wie im Vorjahr”, befürchtet Heuken.

Auch das Thema Speicherkraftwerk Rursee beschäftigt das Unternehmen derzeit intensiv. Noch ist keine Entscheidung für den Standort Simmerath gefallen. Da aber ein solches Projekt auch für die weiße Flotte mit noch nicht einschätzbaren Risiken verbunden ist, habe sich die Geschäftsführung entschlossen, bis zur endgültigen Entscheidung des Netzwerkes Trianel keine größeren Investitionen zu tätigen.

Investiert hat dagegen der Wasserverband Eifel-Rur: In Woffelsbach wurde ähnlich wie auch schon in Rurberg ein barrierefreier Zugang zur Anlegestelle geschaffen.
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