Volleyball-Krimi: Am Ende spielte der TV Roetgen wie im Rausch

Letzte Aktualisierung:

Roetgen. In einem Nachholspiel trafen die Volleyball-Herren des TV Roetgen in der Gemeindehalle im Spitzenspiel der Bezirksliga auf die Mannschaft von Neptun Aachen IV, also der Tabellenführer auf den Zweiten der Tabelle – eine Mannschaft mit einer sehr guten Mischung aus erfahrenen und jüngeren Spielern, die in der letzten Saison noch in der Landesliga gespielt haben.

Und Neptun Aachen hatte sich viel vorgenommen. Mit einer sehr souveränen Leistung gingen die ersten beiden Sätze mit 25:21 und 25:17 an Aachen gegen eine nervöse Roetgener Mannschaft, die nicht richtig zu ihrem Spiel fand. Jetzt zahlte sich aus, dass der TVR mit Julian Mertens und Alexander Giesen zwei gleichwertige Zuspieler hat, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Spielweise jederzeit in der Lage sind, dem Roetgener Spiel neue Impulse zu verleihen.

Wechsel der Zuspieler

Schon gegen Ende des 2. Satzes kam Alexander für Julian. Und das sollte sich auszahlen. Im 3. Satz drehte Roetgen das Spiel und führte bereits deutlich mit 21:13, als sich der Roetgener Diagonalspieler Ben Breuer bei einer mit einem Punkt für Roetgen abgeschlossenen, wuchtigen Angriffsaktion schwer verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte.

Als dann Neptun gegen eine geschockte Roetgener Mannschaft bis auf 21:21 herankam, hätte wohl keiner der Zuschauer noch etwas auf die Jungs vom TVR gesetzt. Doch der für Ben eingewechselte Gerrit Klersy, der zuvor noch nie als Diagonalspieler zum Einsatz kam und zudem gerade dabei ist, einen enormen Trainingsrückstand aufzuholen, machte seine Sache sehr gut. So entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen. Roetgen holte sich, nachdem einige Matchbälle für Aachen abgewehrt werden konnten, den 3. Satz mit 28:26.

Der nächste Schock

Im 4. Satz lief es zunächst ganz gut für die Männer des TVR, bis zum nächsten Schock: Auch für den Mittelblocker Holger Falk war aufgrund einer nicht ganz auskurierten Verletzung Schluss und er musste vom jüngsten Roetgener Spieler, Jasper Schlösser, ersetzt werden, der jetzt gemeinsam mit Andreas Behler im Mittelblock spielte und seine Sache sehr gut machte.

Als Neptun wieder stärker wurde und in Führung ging, kam beim TVR wieder der Wechsel im Zuspiel mit Julian für Alexander. Das Spiel wogte jetzt hin und her. Doch der Siegeswille der Roetgener, allen voran der Außenangreifer Kapitän Bastian Andres und Matthias Rietze, setzte sich am Ende durch. Als dann noch Youngster Jasper mit einem Monsterblock dem stärksten Aachener Angreifer den Zahn zog, gewann der TVR auch diesen Satz in der „Verlängerung“ mit 28:26.

Die Stimmung in der Halle war nun auf dem Höhepunkt. Der TVR spielte wie im Rausch und gewann den 5. Satz nach einer fulminanten Angriffsaktion von Gerrit mit 15:11. Damit bleibt der TVR Tabellenführer mit vier Punkten Vorsprung. Die Entscheidung um die Meisterschaft der Bezirksliga ist damit aber noch lange nicht gefallen: Neptun Aachen, Alemannia Aachen und die Mannschaft von TuS Schmidt sind ebenfalls noch aussichtsreich im Rennen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert