Volleyball: Die Landesliga ist in Steckenborn Vergangenheit

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
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„Wir sind dann mal weg”: Die Landesliga-Mannschaft des SC Komet Steckenborn gibt es 2010/11 nicht mehr. Foto: Peter Stollenwerk

Simmerath/Aachen. Wenn die Landesliga-Meisterschaft der Volleyballerinnen am 25. September beginnt, wird eine Mannschaft fehlen, obwohl sie in der vergangenen Saison einen hervorragenden vierten Platz belegt hat: Der SC Komet Steckenborn hat seine erste Damen-Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen.

Grund ist ein - auf den ersten Blick banaler - Streit um Traingszeiten. „Wir hätten in der neuen Saison nur noch einmal statt, wie gewohnt, zweimal wöchentlich trainieren können”, sagt Daniela Richter, die als Außenangreiferin und Libera bis zuletzt jahrelang für den SC Komet, ihren Heimatverein, aktiv war.

Verwaltung konnte nicht helfen

Das entscheidende Problem war das Training dienstagsabends, das durch den Trainingsbetrieb der A-Jugendmannschaft hätte verlegt werden müssen. Da man dies vereinsintern nicht in den Griff bekam, wendete sich Daniela Richter an die Verwaltung. „Wir haben mit der Gemeinde gesprochen, ob wir woanders unterkommen können”, sagt die 33-Jährige.

Auch ein reger E-Mail-Verkehr mit Manfred Nellessen, Leiter des Simmerather Hauptamtes, und Ernst Breuer, ebenfalls vom Hauptamt, hätte keinen Erfolg gebracht.

So wird die Gemeinde in Zukunft auf ihr baggerndes und pritschendes Aushängeschild verzichten. „Einmal in der Woche Training wäre für eine Mannschaft auf Landesliga-Niveau viel zu wenig gewesen”, sagt Daniela Richter.

Zusätzlich zur Hallenproblematik hätte sich auch das Problem gestellt, dass zur neuen Saison lediglich fünf Spielerinnen zur Verfügung gestanden hätten. „Wir haben lange beraten, ob es eine Möglichkeit gibt, mit dem SC in der Landesliga anzutreten”, sagt Daniela Richter. „Aber es ist einfach nicht möglich.”

Damit die verbliebenen Spielerinnen dennoch in der Landesliga antreten können und die Steckenborner Startgenehmigung nicht aufgegeben werden muss, bilden die fünf Komet-Spielerinnen gemeinsam mit der SG Aachen eine Spielgemeinschaft in der neuen Saison. Offiziell wurde der Lizenzwechsel am 5. August vollzogen.

„Wir haben uns auch mit Tura Monschau getroffen, doch das ist ebenfalls an den Hallenzeiten gescheitert”, sagt Daniela Richter. In Monschau trainieren die Volleyball-Damen unter anderem freitags abends, „das wäre für uns nicht möglich gewesen.”

Nun findet das Training montags und donnerstag am Aachener Schwalbenweg und der Gleiwitzer Straße statt, wo auch die Heimspiele der Saison 2010/11 ausgetragen werden.
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