Voller Erfolg: Infoabend für Höfener Bevölkerung

Von: fm
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Zunächst bis Ende April soll die ehemalige Funk in Höfen als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Ob die Immobilie danach weiter als Notunterkunft dient, müssen die kommenden Monate zeigen. Foto: Stollenwerk
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Stellte sich den Fragen in Höfen: Bürgermeisterin Margareta Ritter mit Ortsvorsteher Peter Theißen (r.). Foto: Franz Mertens
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Höfen. Ortsvorsteher Peter Theißen hatte die Höfener Bevölkerung zu einem Besprechungs- und Informationsabend mit Bürgermeisterin Margareta Ritter in die Vereinshalle eingehalten. Die Einladung an die Bevölkerung stieß im Ort auf sehr großes Interesse. Themen waren unter anderem Friedhof, Windpark, Tihange und Net-Liner.

Hauptthemen dieses Abends sollten die neue Friedhofssatzung und der Windpark Höfen sein. Mit diesen beiden Themenkreisen war der Wissenshunger der Zuhörer aber nicht erschöpft. Im Laufe des Abends entwickelte sich die Veranstaltung zu einem Informationsaustausch quer durch die Monschauer Kommunalpolitik der jüngsten Zeit, zugeschnitten auf die speziellen Interessen des Ortes. Dabei gab es nicht nur Lob und Anerkennung von beiden Seiten, es meldeten sich auch kritische Stimmen zu Wort. Die Bürgermeisterin versprach, den kritischen Anregungen nachzugehen.

Neue Bestattungsformen

Zum Start in den Informationsabend schilderte die Bürgermeisterin in groben Zügen, welche Bestattungsformen nach der neuen Friedhofssatzung vorgesehen sind. Dabei geht es darum, zu den bestehenden Bestattungsformen Alternativen zuzulassen. Die Kosten sollen sich trotzdem in vertretbarem Rahmen halten. Sofern aus der Bevölkerung keine Änderungswünsche mehr eingehen, wird der Rat diese Satzung in Kürze beschließen. Die Kosten für die neuen Bestattungsformen schwanken zwischen 470 Euro und 1.450 Euro. Es sind für alle Friedhöfe im Stadtgebiet pflegefreie Urnengemeinschaftsgrabanlagen mit Grabliegekissen oder mit Platte und halbanonyme Grabstätten bzw. Baumgräber vorgesehen. Auf dem Höfener Friedhof wird es zusätzlich Urnenreihengrabstätten mit liegender Gedenktafel und Aschegrabfelder geben. Die Kosten für die Bestattungsarten basieren auf vorläufigen Schätzungen. Nach der Erprobungsphase folgt eine Nachkalkulation. Die Verwaltung hofft, den vorläufig gesetzten Kostenrahmen einhalten zu können.

Jodtabletten werden verteilt

Zur genaueren Information erhielten alle Besucher des Abends eine schriftliche Detailinformation. Anregungen oder Fragen an die Verwaltung sind in nächster Zeit noch möglich. Diese Möglichkeiten sind allerdings zeitlich begrenzt, weil die Beschlussfassung im Rat in nächster Zeit erfolgen wird.

Über die geplante neue Friedhofsordnung hinaus gab es noch weitere interessante Informationen für die Höfener Bürger. Auf Grund der jüngsten Entwicklung um den belgischen Atomreaktor in Thihange werden demnächst Jodtabletten für die Bevölkerung in den Feuerwehrhäusern vorgehalten. Unter welchen Voraussetzungen die Tabletten zum Einsatz kommen, ist noch offen. Es besteht auch für jeden Bürger die Möglichkeit, einen Sechserpack für 3,60 Euro in einer Apotheke zu erwerben und für den Fall eines Falles bei sich zu tragen.

Windräder auf städtischem Grund

Nach Tihange kam als nächster Punkt die Windkraft zur Sprache. Mit Rücksicht auf die Einflugschneisen des Schwarzstorches bleibt es bei fünf Windrädern am Ortsrand von Höfen in Richtung Schleiden. Die Verwaltung rechnet mit jährlichen Einnahmen von 500 00 Euro. Es wird noch geklärt, wie Bürger und Vereine aus dem Stadtgebiet an den Anlagen beteiligt werden können. Auf Nachfrage erklärte die Bürgermeisterin, alle Räder stünden auf dem städtischem Grund.

Auf die Nachfrage aus Reihen der Zuhörer, wie lange die Flüchtlinge in der Höfener Funk bleiben können, führte Margareta Ritter aus, dass die Städteregion Aachen im Rahmen der Amtshilfe bis Ende April 2016 die Einrichtung nutzen werde. „Wenn die Entwicklungen zur Ansiedlung der Dependance der FH Aachen in den Räumlichkeiten der ehemaligen Hauptschule vor den Sommerferien vertraglich vereinbart werden sollten, könnte die Flüchtlingseinrichtung im Herbst von der Haag in die ehemalige Funk wechseln“, sagte die Bürgermeisterin.

Perspektivisch gebe es zurzeit Überlegungen, ab Sommer 2018 das dann freigewordene Realschulgebäude in Monschau für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen.

Der Net-Liner kam auch zur Sprache. Hier gab es kritische Stimmen. Buspendler waren mit denr Information zu den Veränderungen im Personennahverkehr nicht einverstanden. Sie waren in Sorge, demnächst als Pendler nicht mehr vom Wohnort zum Bushof nach Imgenbroich fahren zu können. Diesen Bedenken trat die Bürgermeisterin entgegen. Der Linienverkehr zum Bushof bleibe erhalten. Bei dem geplanten Pilotprojekt gehe es darum, wie Busreisende demnächst von einem Ort zum anderen fahren können, ohne den Bushof in Imgenbroich ansteuern zu müssen.

Zu Fragen des Umweltschutzes kamen auch besorgte Anfragen. In letzten sei in der Ortslage vermehrt Gülle aufgebracht worden, die offensichtlich aus auswärtigen Betrieben stamme. Je nach Gülleart könne dies leicht zu Einträgen im Trinkwasser führen. Die Bürgermeisterin führte dazu an, mit den Landwirten im Einzugsbereich der Talsperre gebe es Kooperationsverträge. Die Stadt arbeite dazu auch eng mit der Landwirtschaftskammer zusammen. Sie werde prüfen lassen, ob es in der Vergangenheit zu neuen Genehmigungen gekommen sei oder gar gegen geltendes Recht verstoßen werde.

Breitband und Straßenbau

Zum Ende der Diskussion folgten Informationen zur Breitbandversorgung, zum Straßenbau und zu den Sportanlagen. Aus den Reihen der Zuhörer kamen keine weiteren Anfragen mehr. Zum Schluss der Veranstaltung gab Ortsvorsteher Peter Theißen dem Publikum noch mit auf den Heimweg, sich auf jeden Fall bei eventuell später aufkommenden Fragen an die zuständigen Mirarbeiter der Stadtverwaltung zu wenden.

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