Nordeifel - Volle Streusalzlager, neuer Unimog: Winterdienste stehen bereit

Volle Streusalzlager, neuer Unimog: Winterdienste stehen bereit

Von: Andreas Gabbert
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Das neueste Fahrzeug der Straßenmeisterei ist ein Unimog U 527 mit sechs Zylindern und 270 PS, der für rund 250 000 Euro neu angeschafft wurde: Der hauptverantwortliche Fahrer, Uli Kreutz (links), und der Leiter der Straßenmeisterei, Bruno Alzer, präsentieren es in der großen Salzhalle auf dem Betriebsgelände in Rollesbroich. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Wenn es friert oder schneit, sind die Räum- und Streufahrzeuge des Landesbetriebs Straßen.NRW von der Aachener Stadtgrenze bis zur Grenze zum Kreis Euskirchen bei Wahlerscheid und von der belgischen Grenze bis zu den Stadtgrenzen von Düren und Nideggen unterwegs. Das Straßennetz, das von der Straßenmeisterei betreut wird, ist rund 320 Kilometer lang.

Hinzu kommen noch 110 Kilometer Radweg, die geräumt und gestreut werden müssen. Um diese Herausforderung zu meistern, lagern in der großen Halle des Landesbetriebs in Rollesbroich rund 1400 Tonnen Streusalz. Im strategisch günstig gelegenen Hochbehälter in den Serpentinen an der Bundesstraße 258 in Richtung Monschau sind weitere 100 Tonnen vorrätig. Regelmäßige Nachbestellungen sind vorgesehen.

Im vergangenen Winter verzeichnete der Landesbetrieb in der Nordeifel 110 Einsätze und brachte rund 3500 Tonnen Streusalz auf die Straßen. „Zum letzten Mal haben wir am 8. März gestreut. Bis zum 2. Mai waren wir noch in Bereitschaft und haben die Straßen kontrolliert“, sagt Bruno Alzer, der Leiter der Straßenmeisterei in Rollesbroich.

„Besser die Berge hoch“

Den 25 Mitarbeitern, die im Winterdienst in Früh- und Spätschicht aufgeteilt werden, stehen sieben Räum- und Streufahrzeuge sowie ein reines Räumfahrzeug zur Verfügung. Bis zu drei dieser Fahrzeuge werden von Unternehmen gestellt. Tagsüber kommen auch noch zwei kleinere Fahrzeuge für das Räumen und Streuen der Rad- und Gehwege zum Einsatz.

Das neueste Fahrzeug ist ein Unimog U527 mit sechs Zylindern und 270 PS, der für rund 250.000 Euro neu angeschafft wurde. „Damit kommt man im Monschauer Land besser die Berge hoch, insbesondere beim Räumen“, sagt Alzer. Zum Beispiel sei die Brücke von Perlenau hoch in Richtung Höfen Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre mit einem 100-PS-Unimog noch eine echte Herausforderung gewesen. Von Vorteil sei aber auch der um 15 Zentimeter verlängerte Radstand. „Das klingt zwar nach wenig, macht aber viel aus.“

Auch die Kapazität des Fahrzeugs hat sich im Vergleich verdoppelt. „Wegen der höheren Zuladung müssen wir weniger nachladen und können längere Touren fahren. Das kommt von der Zeit viel besser hin“, sagt Uli Kreutz aus Kalterherberg, der hauptverantwortliche Fahrer des neuen Unimogs. Seit seiner Lehrzeit vor 25 Jahren ist der 43-Jährige schon beim Landesbetrieb beschäftigt. Kreutz freut sich auch über mehr Platz in der Kabine und den Fahrkomfort, den verschiedene Assistenzsysteme ermöglichen.

In den kommenden Monaten wird er wieder öfter im Bereitschaftsdienst sein. Der reicht von 3 Uhr morgens bis 22 Uhr am Abend. „Dazwischen gibt es keine Verpflichtung des Winterdienstes“, betont Alzer, der sich über die in jedem Jahr aufkommende Kritik am Winterdienst ärgert. Viele Bürger hätten den Anspruch, dass die Räumfahrzeuge zu jeder Zeit überall sein müssten.

Das sei aber nicht zu schaffen. Man gehe nach Priorität vor, daher würden Bundesstraßen, Steigungen, Gefällestrecken und Brücken zuerst geräumt und gestreut, erklärt Alzer. Auch der Zeitpunkt spiele eine Rolle, sagt er. Wenn um 3 Uhr zehn Zentimeter Schnee liegen würden, könne dies bis zum Einsetzen des Berufsverkehrs erledigt werden. Anders sehe es aber aus, wenn der Schneefall erst um 5 Uhr einsetze. „Dann wird es schwierig, die Straßen noch rechtzeitig frei zu bekommen. Da haben wir keinen Einfluss drauf“, wirbt Alzer um Verständnis.

Manchmal liegt es aber auch nicht am Schnee, dass kein Durchkommen mehr ist, sondern an den Verkehrsteilnehmern. „Das größte Ärgernis ist, wenn Fahrzeuge mit Sommerreifen den Weg blockieren oder wenn Leute nicht vorausschauend fahren. Dann kommen wir auch nicht mehr durch“, sagt Kreutz.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren gibt es neben dem neuen Fahrzeug noch eine Erleichterung für den Winterdienst. „Es ist gut, dass der Burgring wieder frei sein wird. Im Baustellenbereich sind Schnee und Glatteis schwer zu beseitigen“, sagt Alzer.

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