Volle Praxen, leere Kitas und Schulen: Magen-Darm-Infekt geht um

Von: hes
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Grippe Erkältungen
Die Krankheitswelle hat auch die Nordeifel erreicht. Foto: dpa

Nordeifel. Nachrichtensprecher Jan Hofer brach die Tagesschau ab, in Gelsenkirchen lag am Donnerstag eine komplette Grundschule flach und auch in der Nordeifel ist die Krankheitswelle längst angekommen: Ein offenbar besonders aggressiver Magen-Darm-Virus kursiert und sorgt für außergewöhnlich hohe Fehlzahlen in Kitas, Schulen und Betrieben.

„Das ist schon extrem. Die Zahl der Magen-Darm-Erkrankungen ist diese Woche förmlich explodiert – neben den anderen typischen Erkältungskrankheiten im Herbst“, sagte Allgemeinmediziner Dr. Christian Schmittkamp am Freitag. Dabei handele es sich in den meisten Fällen um die virale, also nicht die bakterielle Variante des Virus, wobei oft auch der Verdacht auf Noroviren bestanden habe.

„Ich habe selten so viele Patienten krank schreiben und sogar ins Krankenhaus einweisen müssen“, so der Imgenbroicher Arzt. Auffällig sei, wie intensiv die Erkrankung bei vielen Menschen ausfalle: „Das haut selbst körperlich sonst fitte Menschen um, die liegen richtig flach“, sagte Schmittkamp.

„Noch relativ entspannt“ sieht man das Ganze bei der Städteregion, obwohl in einigen Tageseinrichtungen zum Ende der Woche ein Viertel der Kinder und viele Erzieherinnen zu Hause blieben. „Das ist aber typisch für die Jahreszeit. Es ist kalt, usselig und wir sitzen aufeinander. Da breitet sich so etwas schnell aus“, sagte Städteregionssprecher Detlef Funken.

Nicht zu früh in die Kita

Er erinnerte alle betroffenen Familien an die Direktive, die Kinder „erst 48 Stunden nach Abklingen der Symptome wieder in Kita und Schule zu schicken“.

Schützen kann man sich vor Viruserkrankungen im Alltag kaum, „höchstens durch intensive Handhygiene“, so Dr. Schmittkamp. Wenn es einen dann erwischt hat und man dehydriert ist, gelte es, mit Salzen den Körper wieder aufzupäppeln“ – bis zur nächsten Krankheitswelle...

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