Volkstrauertag: Als die Heimat in Trümmern lag

Von: ho
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Anlässlich des Volkstrauertages fand am Simmerather Kriegerdenkmal eine besinnliche Zeremonie zum Gedenken an die Toten statt. Neben Ansprachen von Ortsvorsteher Stefan Haas und dem Ortskartellvorsitzenden Erwin Finken (2.v.r.) gedachten Gemeindereferent Sven Riehn und Pfarrer Volker Böhm in Gebeten der Verstorbenen. Foto: K.-H.Hoffmann

Simmerath. Eine stilvolle Zeremonie zum Volkstrauertag fand am Sonntag – wie überall in der Eifel –auch in Simmerath unter reger Beteiligung der Bevölkerung am dortigen Kriegerdenkmal statt.

Dabei wurde sowohl vom Ortskartellvorsitzenden Erwin Finken als auch Ortsvorsteher Stefan Haas hervorgehoben, dass man nun schon 70 Jahre in Frieden leben würde. In bewegenden Worten hatte Erwin Finken an die Zeit erinnert, als „die Heimat in Trümmer geschossen war“. Finken: „Wir gedenken unter anderem heute den Menschen, die in den beiden Weltkriegen zu Tode gekommen sind“.

Vor dem Gang zum Kriegerdenkmal hatte man in der Simmerather Pfarrkirche einen ökumenischen Wortgottesdienst für die Toten der beiden Weltkriege gefeiert, der von Gemeindereferent Sven Riehn und Pfarrer Volker Böhm sowie dem Kirchenchor gestaltet worden war.

Auch Ereignisse in Paris mahnen

Im Anschluss ging man dann in Begleitung der Hansa Blasmusik, der Freiwilligen Feuerwehr und einer Abordnung der Schützen zum Ehrenmal an der kleinen Hauptstraße, wo der Kirchenchor nochmals gesanglich auf den Volkstrauertag einstimmte. Erwin Finken rief in seiner Ansprache auch den Terroranschlag in Paris in Erinnerung. „Gedenken wir auch der 129 Toten in Paris. Die Ereignisse dort sollten für uns alle Mahnung und Aufruf sein, den Frieden zu erhalten.“

Auch die Kinder der Simmerather Grundschule waren in die Gedenkzeremonie mit einem eigenen Beitrag eingebunden. Vor der Kranzniederlegung zu den Klängen des Spielmannszuges der Feuerwehr hielt Ortsvorsteher Haas fest: „Es gibt Wunden, die selbst ein Zeitraum von 70 Jahren nicht zu heilen vermag. Krieg und Holocaust dürfen sich nie wiederholen. Es gilt aber auch das Andenken an diese dunkle Periode der Vergangenheit in Erinnerung zu halten.“

In ihren Gebeten forderten Gemeindereferent Riehn und Pfarrer Böhm zum stillen Gedenken an die Verstorbenen auf, bevor die Zeremonie mit der von der Hansa-Blasmusik intonierten Nationalhymne endete.

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