Vogelsang: Halbzeit beim 30-Millionen-Euro-Projekt

Von: P. St.
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Der Richtkranz wurde gestern auf der Großbaustelle Vogelsang aufgezogen. Hier entstehen für knapp 30 Millionen Euro eine NS-Dokumentation, eine Nationalpark-Ausstellung und ein modernes Tagungszentrum. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Normalerweise herrscht im Januar die Schlechtwetter-Phase an den Baustellen in der Nordeifel vor. Diesmal aber zeigt der Winter sich von seiner freundlichen Seite, so dass Bagger und Betonmischer weiter im Einsatz sind – so auch auf der Großbaustelle Vogelsang.

Der bunte Richtkranz über dem Dachstuhl des zukünftigen Tagungszentrums zeigte es am Mittwochnachmittag an: Auf der Baustelle Forum Vogelsang geht es voran. Nachdem mehrere größere Dachöffnungen wieder geschlossen und auch die Rohbauarbeiten weit gediehen sind, war es für die Vogelsang ip gemeinnützige GmbH als Bauherrin an der Zeit, den beteiligten Handwerkern mit einem zünftigen Richtfest für das bisher Geleistete bei dem anspruchsvollen Projekt mit einem Gesamtvolumen von knapp 30 Millionen Euro zu danken.

Der Applaus der rund 100 Gäste war groß und diente wohl auch dem Aufwärmen, als Zimmermann Harry Franzen von der Firma Dachbau Franzen aus Kall den Richtspruch aussprach und das obligatorische Glas vom Dachstuhl auf die Außenterrasse der zukünftigen Forumsgastronomie warf. Zwölf Firmen sind derzeit auf der „Parallel-Baustelle“ tätig, die im Mai 2012 in Angriff genommen wurde.

„Auch wenn wir heute eher niedrige Temperaturen haben, kann man sich die zukünftige, tolle Atmosphäre hier auf der Panoramaterrasse bereits sehr gut vorstellen, insbesondere den fantastischen Blick Richtung Nationalpark, Urftsee und Wollseifen. Das sind ideale Voraussetzungen für zufriedene Besucher, für erfolgreiche Seminare und Tagungen“, gab sich Aufsichtsratsvorsitzender Johannes Bortlisz-Dickhoff optimistisch. Manfred Poth als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Vertreter des Kreises Euskirchen betonte, dass hier von den beteiligten Firmen ganze Arbeit geleistet worden sei. Und er ergänzte: „Wir wissen, dass dies eine Baustelle mit hohen Anforderungen und vielen Überraschungen ist.“ Schon jetzt aber sei eine hohe Qualität in der Ausführung ablesbar. Außerdem bedeute die Maßnahme wegen der vielen beteiligten Eifeler Firmen „konkrete Wirtschaftsförderung für die Region“. In der ersten Jahreshälfte 2015 solle das Forum eröffnet werden. Für den weiteren Baufortschritt setzte Poth auf die Fortsetzung der milden Witterung: „So richtig Winter werden muss es dieses Jahr für mich nicht mehr“, gab er ehrlich zu.

Neben den Räumen für die NS-Dokumentation mit dem Titel „Bestimmung. Herrenmensch“ im Westflügel sind auch die Räume für die große Nationalparkausstellung „Wildnis(t)räume“ im Ostflügel des Forums bereits weit gediehen. Henning Walter, Leiter des Nationalparkforstamtes Eifel, sah bereits mit großer Erwartung dem Einbau der beiden Ausstellungen entgegen: „Ich bin sicher, dass das neue Besucherzentrum und die beiden Ausstellungen bundesweit Beachtung finden und zu Zugpferden für die Region werden.“

Damit sich die Besucher sich auch selber ein Bild von dem Baufortschritt machen können und insbesondere wieder in das Zentrum der historischen Anlage gelangen und den außerordentlichen Landschaftsblick genießen können, sollen möglichst bald ein Zugang in den späteren Gastronomiebereich ermöglicht sowie begleitete Turmaufstiege angeboten werden, zeigte Geschäftsführer Albert Moritz eine Perspektive für 2014 auf. Erfreulich sei auch, dass der Zeit- und Kostenrahmen bisher eingehalten worden sei. Mit 14,5 Millionen Euro ist bislang knapp die Hälfte der Bauaufträge vergeben worden. Vogelsang ip rechnet nach der Fertigstellung mit rund 300.000 Gästen im Jahr.

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