Vogelsang-Baustelle: Letzte Besichtigung vor Eröffnung

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Moderne Elemente (rechts) in einer ehemaligen NS-Ordenburg: Das Vogelsang-Forum steht nach langem und aufwendigen Umbau kurz vor der Eröffnung. Foto: Pano-Visu-Adlerhof-k_©Mola und Winkelmüller Architekten GmbH BDA

Nordeifel. Am 10. September sollen die Bauarbeiten für den Neubau des Forums Vogelsang abgeschlossen sein. Eine umfangreiche NS-Dokumention über die Geschichte der ehemaligen Ordensburg Vogelsang wird ebenso wie eine Ausstellung zum Nationalpark Eifel hier untergebracht.

Die lange Reihe der Baustellenbesichtigungen für Besucher ist bereits eingestellt worden.

Für die Leser unserer Zeitung besteht aber jetzt noch einmal die Möglichkeit, an einer exklusiven Baustellenführung kurz vor Abschluss der Bauarbeiten teilzunehmen. Diese Führung findet im Rahmen unserer Sommeraktionen für Leser am Mittwoch, 27. Juli, von 11 bis 12.30 Uhr statt. Für diese Veranstaltung, die für unsere Leser kostenneutral ist (auch die Parkgebühren werden übernommen) sind noch einige Plätze frei. Ein Vogelsang-Referent wird im Rahmen der 90-minütigen Führung Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Vogelsang beleuchten.

Treffpunkt für die Teilnehmer ist das Besucherzentrum Vogelsang, das derzeit im alten Kinogebäude untergebracht ist. Man kann mit dem Pkw bis auf das Gelände fahren; oberhalb des Kinogebäudes befindet sich der Besucherparkplatz.

Interessierte können sich noch kurzfristig per E-Mail an lokales-eifel@zeitungsverlag-aachen.de oder auch telefonisch unter Telefon 02472/970030 anmelden.

Knapp viereinhalb Jahre Bauzeit und 45 Millionen Euro Investitionskosten für Sanierung und Umbau waren nötig, um aus dem historischen Zentralbau der 100 Hektar großen, denkmalgeschützten Anlage Vogelsang ein modernes, 12.500 Quadratmeter umfassendes Besucher- und Ausstellungszentrum zu machen. Jährlich 300.000 Besuchern werden zukünftig erwartet.

Herzstücke des Projekts sind neben dem 1800 Quadratmeter großen Besucherzentrum zwei große Ausstellungen, die einen zeitgerechten, barrierefreien und viersprachigen Zugang zu den beiden zentralen Themen des Standorts ermöglichen.

Seminare und Tagungen

Dies ist zum einen die zukünftige Dauerausstellung der NS-Dokumentation Vogelsang. Sie trägt den Titel „Bestimmung: Herrenmensch – NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“.

Auf 800 Quadratmetern und zusätzlich gut 1000 Quadratmetern in den drei Exponaträumen „Ehrenhalle“, „Burgschänke“ und „Kameradschaftshaus“ vermittelt sie aus verschiedenen Perspektiven den historischen Ort Vogelsang.

Unter dem Titel „Wildnis(t)räume“ tritt die zweite große Dauerausstellung auf. In Panoramalage mitten im Nationalpark Eifel gelegen, wird sie zukünftig die zentrale Anlaufstelle des seit 2004 bestehenden, einzigen Nationalparks in NRW werden und dessen „Nationalpark-Zentrum“ sein. Mit ihren knapp 2000 Quadratmetern an Ausstellungsfläche ergänzt sie die Bildungs- und Erlebnislandschaft des Nationalparks Eifel um eine weitere Komponente.

Betreiber des Nationalpark-Zentrums ist der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen.

Neben den Ausstellungsbereichen bietet das neue Forum Vogelsang IP ein Seminar- und Tagungszentrum, eine Gastronomie mit außergewöhnlichem Landschaftsblick sowie eine Aussichtsplattform auf dem 48 Meter hohen historischen Turm. Bereits im Jahr 2012 wurde das neben dem Forum liegende, aus den 1950er-Jahren stammende „Kulturkino“ in Betrieb genommen.

Umbau und Sanierung des Forums sowie die NS-Dokumentation wurden mit Landes-, Bundes- und EU-Mitteln sowie von den Gesellschaftern der gemeinnützigen GmbH Vogelsang IP gefördert. Die Finanzierung des Nationalparkzentrums Eifel erfolgt durch das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.

Die Eröffnungsveranstaltung am 10. September und das Rahmenprogramm des Eröffnungswochenendes sind in Vorbereitung. Landesminister Johannes Remmel, in NRW zuständig für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, wird das Nationalpark-Zentrum Eifel eröffnen.

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