Nordeifel - Vogelfütterung im Winter: Naturschutz oder falsche Tierliebe?

Vogelfütterung im Winter: Naturschutz oder falsche Tierliebe?

Von: B. Roggenkamp/red
Letzte Aktualisierung:

Nordeifel. Die Fütterung unserer heimischen Vogelarten führt seit jeher immer wieder zu kontroversen Diskussionen. Bewegen wir uns hier im Bereich Naturschutz? Oder falsch verstandener Tierliebe? Was macht wirklich Sinn?

Kann die Fütterung das eingeschränkte Nahrungsangebot ersetzen oder birgt sie vielleicht Gefahr bei unsachgemäßer Vorlage? Sachgemäße Fütterung sei sicherlich eine sinnvolle Sache und unterstütze Einzelindividuen, heißt es von der Kreisjägerschaft Aachen. Biologisch gesehen leistet Fütterung keinen Beitrag im Sinne der Erhaltung einer Art.

Verbesserung des Lebensraums

Gefährdet sind auch meist nicht die Arten, die zu den Vogelhäusern kommen. Der ideale Weg Vögeln zu helfen, ist die Verbesserung und Erhaltung der notwendigen Lebensräume, die die einzelnen Arten beanspruchen. Hierzu gehört das Anpflanzen von Hecken. Auf der anderen Seite bietet die Vogelfütterung eine Möglichkeit, Kinder mit den verschiedenen Vogelarten vertraut zu machen. Die Fütterung von Vögeln kann unter hygienischen Bedingungen den ganzen Winter hindurch erfolgen.

Studien zu Folge, kann die Winterfütterung den Bruterfolg im Frühjahr unterstützen. Dadurch ergeben sich wohl wieder mehr Individuen, die sich den Lebensraum, vor allem nahrungstechnisch, teilen müssen. Der Futterbedarf der Vögel ist morgens, nach kalten Nächten besonders hoch, da Kleinvögel nachts bis zu 15 Prozent ihres Körpergewichtes verlieren können. Die Fütterungsstelle sollte für die Vögel in einem übersichtlichem Bereich aufgestellt sein und das Futter sollte erreichbar sein.

Regelmäßig reinigen

Der Naturschutzbund (Nabu) rät auf seiner Internetseite, herkömmliche Futterhäuschen regelmäßig mit heißem Wasser zu reinigen, damit über den Kot der Tiere keine Erkrankungen übertragen werden können. Aus hygienischen Gründen sollten Vogelfreunde beim Reinigen Handschuhe tragen.

Zudem raten Experten, Basisfutter zu verwenden, das viele Tiere fressen und täglich nur wenig Futter nachzulegen. Besonders gut eigenen sich Sonnenblumenkerne.

Beachtet man diese Regeln, kann die Fütterung sicherlich als Hilfe und Unterstützung im Winter sinnvoll sein. Größere Lebensräume wird sie aber nicht ersetzen können.

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