Viktoria Huppenbroich: Mit dem Ort über Zukunft diskutiert

Von: peo
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Eine außergewöhnliche Generalversammlung des FC Viktoria Huppenbroich mit Beteiligung interessierter Dorfbewohner fand am vergangenen Freitag im Vereinslokal „Zur Alten Post“ statt. Erste Vorsitzender Pablo Lopez (r.) wurde im Amt bestätigt, Foto: Peter Offermann

Huppenbroich. Eine außergewöhnliche Generalversammlung fand jetzt in Huppenbroich statt. Der FC Viktoria hatte nicht nur Mitglieder, sondern auch interessierte Einwohner des Dorfes eingeladen. Und so fanden sich im Vereinslokal „Zur Alten Post“ viele Menschen ein. Vorsitzender und Geschäftsführer Pablo Lopez hatte sich trotzdem von Seiten der Mitglieder noch etwas mehr Zuspruch erhofft.

Nach Begrüßung aller Anwesenden berichtete Lopez über die Tätigkeiten des vergangenen Jahres. Besonders am Herzen lag es dem Vorsitzenden, einem Mann zu gedenken: dem im vergangenen Jahr verstorbenen Gerd Humme. Ein Mann, der zweifelsohne als „das Herz und die Seele des Vereins bezeichnet werden kann. Jemand ohne den unser Vereinsheim nicht möglich gewesen wäre und der uns stets in guter Erinnerung bleiben wird“, so Lopez.

Als schmerzhaft bezeichnete Lopez die Einstellung des Fußballbetriebs im Traditionsverein Viktoria, der derzeit nur noch aus den Abteilungen Gymnastik und Laufen/Radfahren besteht. Hier sei man realistisch, dass der Volkssport Nummer eins auf Sicht wohl nicht mehr eingeführt werden könne, weshalb man sich intensive Gedanken über die weitere Nutzung des Huppenbroicher Sportplatzes mache.

Rock am Weiher und Funturnier

Als Erfolge wurden das erstmals veranstaltete „Rock am Weiher“ sowie das traditionelle Funturnier bewertet, auch wenn im letzten Jahr weniger Teilnehmer zu verzeichnen waren. Beides waren Veranstaltungen, die dazu betrugen, dass sich der Verein nach Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben gut darstelle. Auch wenn man mit etwa 200 Mitgliedern einen leichten Rückgang zu verbuchen hatte.

Es folgten die Teilwahlen des Vorstandes. Erwartungsgemäß wurde Pablo Lopez im Amt bestätigt. Als Beisitzer wurden Rene Huppertz, Kai Goffart, Marcel Henn und Pedro Faymonville wiedergewählt. Zur Freude des Vorsitzenden erklärten sich Nicole Förster und Diana Egyptien bereit, ebenfalls als Beisitzerinnen zu kandidieren und sich wählen zu lassen. Zum Kassenprüfer wurde zusätzlich zu Dieter Kockler Ingo Theißen anstelle von Ralph Wunderlich bestimmt.

Bezüglich der kommissarischen Tätigkeit als Geschäftsführer gab Lopez zu bedenken, sich hier Gedanken zu machen, damit man bei der nächsten Wahl einen neuen Geschäftsführer wählen könne. „Es ist schwer, beide Ämter in Personalunion zu bekleiden. Es gibt bei uns durch diesen Umstand nur zwei Personen, welche den Verein vertreten. Wenn einer durch Krankheit ausfällt, ist der Verein nicht mehr handlungsfähig. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn sich diese Situation ändert und wir bei den nächsten Wahlen wieder einen neuen Geschäftsführer bestimmen können“, so Lopez.

Hiernach war es Hans Keutgen vom Kapellenverein eine Freude, sich beim FC für die Unterstützung bei der Realisierung eines Buches in drei Teilen, welches im ersten Teil Impressionen aus dem Ort, die zahlreichen Aktionen sowie die Bilder der Veranstaltungen zeigt, zu bedanken.

Es folgte der Hauptpunkt des Abends, der Austausch über die Zukunft des Vereins. Hier wurde rege diskutiert und wurden diverse Vorschläge eingebracht. So wird auch in 2017 „Rock am Weiher“ eine Fortsetzung finden. Ob im Rahmen der Kirmes, steht noch nicht fest. Da DJs und Bands natürlich nicht umsonst zu haben sind und man bei einer Freilichtveranstaltung immer auch vom Wetter abhängig ist, würde sich der Verein freuen, den einen oder anderen Sponsor zu finden.

Ebenfalls fest eingeplant ist die Renovierung des Vereinsheimes, um dieses für Events und Feiern vermieten zu können.

Des Weiteren wurde diskutiert, mehr für die Jugend im Dorf anbieten zu wollen. „Klar müssen Vereine überleben und Einnahmen generieren. In erster Linie müssen die Veranstaltungen jedoch Spaß machen“, so ein Versammlungsteilnehmer. Ein weiterer gab an, wenn „man auf die Highlights setzt und gegebenenfalls Veranstaltungen zusammenlegt, könnte dies ein Erfolgsrezept sein. ‚O Tannenbaum‘ hat bereits einen Namen über die Grenzen Huppenbroichs hinaus. Das wäre sicherlich auch bei anderen Veranstaltungen möglich“.

Klar war allen Teilnehmern auch, dass der FC Viktoria in erster Linie aber immer noch ein Sportverein ist. Um neue Mitglieder zu werben, sei daher ein breiteres Angebot an Aktivitäten von Nöten. Hier wurden eine Rückenschule sowie das Wiederauflebenlassen des Step-Aerobic-Kurses als Vorschläge eingebracht. Auch wenn man sich im Klaren ist, dass professionelle Trainer natürlich erst einmal Geld kosten.

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