Viertklässler schreiben einen Eifel-Krimi

Von: Franz Mertens
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Kreative Schriftsteller: Stolz präsentierten die Grundschulkinder zusammen mit ihrer Projektleiterin das große Bühnenbild für ihren Kinderkrimi aus der Eifel. Foto: Franz Mertens

Kalterherberg. Die Schüler der Grundschule Mützenich-Kalterherberg erschließen sich in ihrem letzten Grundschuljahr „Neue Welten“. Sie nehmen sich vor dem Wechsel in eine andere Schulform auch Zeit für Dinge, die nicht zum normalen Unterrichtsprogramm gehören. Unter der fachlichen Anleitung von Kulturpädagogin Ingrid Peinhardt-Franke beschäftigen sich die Kinder intensiv mit Literatur, Kunst und Theater.

Gefördert wird diese Arbeit von „Kultur und Schule NRW“. Die Projektarbeit verteilt sich über das ganze Schuljahr. Die Impulse der Kulturpädagogin greifen die Kinder mit viel Fantasie und Eifer auf. Ihre Kreativität kennt dabei keine Grenzen. Es werden Kinderkrimis inszeniert, Bühnenbilder erstellt und Lieder eingeübt.

Die jungen Künstler nehmen am 11. April an der Eifel-Kriminacht in der Mayer‘schen Buchhandlung vor großem Publikum teil. 28 Kinder aus Mützenich und Kalterherberg sind als Autoren dabei, wenn es an diesem Abend darum geht, Verbrechen in der „mörderischen Eifel“ aufzuklären.

Am letzten Schultag vor den Osterferien zeigten die Kinder in den beiden ersten Unterrichtsstunden, was sie im Rahmen der Projektarbeit schon erarbeitet haben.

In einem Kinderkrimi spielt das auf Reichenstein ausgegrabene Eifeldinosaurier-Skelett eine große Rolle. Die Schule gibt es nicht mehr. Sie hat sich in ein Ganzjahres-Halloween-House verwandelt. Zum neuen Halloween-House gehört das Eifeldino-Museum.

Auch die Eltern sind am Krimi-Projekt beteiligt. Ein Vater ist Chef des Museums und eine Mutter dekoriert das Halloween-House. Es sind seltsame Geräusche zu vernehmen. Grummeln, Zischen und Trampeln beunruhigen die Kinder. Doch die beiden Eltern wiegeln ab, da sei nichts. „Da laufen vielleicht ein paar Mäuse rum. Vielleicht habt ihr auch zu viel Fernsehen geguckt.“

Was es alles mit dem Eifeldino auf sich hat, erfahren die Zuhörer von vielen Protagonisten. Tom und Max, beide Großstadtkinder aus Berlin, ein echter Professor, Emma, Mia und Julia führen in die Geschichte ein. Der Professor wird von einem anderen, der mit echten Dinosaurierknochen handelt, reingelegt. Das war Raub und Betrug. Am Ende der Geschichte bleiben noch viele Geheimnisse.

Nenas Lied von den 99 Luftballons hatten die Kinder in den Song 99 Krimifälle umgearbeitet. Von Luftballons war keine Rede mehr. Vielmehr gaben jetzt Kinderkrimis, Eifelmonster und Eltern, die nichts raffen, dem Song neue Inhalte. Zum Schluss hieß es, unser Ziel ist trotz allem Spaß und Lachen.

Aus den Reihen der Kinder begleiteten drei Gitarrenspieler den Gesang. Für den Kinderkrimi existiert auch schon ein passendes Bühnenbild. Auf einer großen Stoffbahn haben die Kinder das Skelett des Eifel-Sauriers mit einer Spezialfarbe aufgetragen. Bei absoluter Dunkelheit leuchtet das Kunstwerk in einem sehr intensiven grünlichen Licht.

Nach den Osterferien geht die Projektarbeit weiter. Die Kreativwerkstatt von Ingrid Peinhardt-Franke hält für die Kinder weitere Aufgaben bereit. Gemeinsam will man noch ein Buchprojekt angehen. Zum Abschluss soll jedes Kind ein Exemplar bekommen.

Auch in der Natur findet noch Projektarbeit statt. Es ist eine Nachtwanderung mit einer Mutprobe geplant. Bis zum Ende ihrer Grundschulzeit warten also auf die Kinder noch manche interessante Aufgaben aus den „Neuen Welten“.

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