Vier Tage Kirmes in Mützenich

Von: ges
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Die von der großen Aufwartung beeindruckten Würdenträger an der Köningsresidenz. Foto: G. Sommer

Mützenich. „Kirmes“ ist abgeleitet von „Kirchweih“ und „Kirchweihfest“ – ein Fest, das seit dem Mittelalter anlässlich der jährlichen Wiederkehr des Tags der Weihe eines Kirchengebäudes gefeiert wird. Auf diese Zusammenhänge ging Pfarrer Karl Schnitzler in seiner Predigt am Kirmessonntagmorgen in Mützenich ein.

Er erzählte anhand von Erlebnissen mit Kindern („Und wer wohnt da?“) über die Bedeutung des Hochfestes und des Gotteshauses.

Die Mützenicher Kirmes-GbR, bestehend aus Trommler- und Pfeiferkorps, sowie Musik- und Schützenverein, bot ein viertägiges Programm an, das am Freitagabend mit dem Abholen der „alten“ Majestäten und dem Kirmesausgraben beim Schützenkönig Wendelin Sommer eröffnet wurde.

Nachdem der Kirmesbaum in seiner Verankerung aufgestellt und offiziell „ajezappt“ war, schloss sich im Festzelt ein zünftiger Dorfabend an. Hier begeisterten sich Jung und Alt an Livemusik von der (zunächst) einmalig wiedervereinten Cover- und Oldie-Band „Time Out“ und der erfrischenden Stimmungsband „VENNomenal“. Auch die Summerparty am Samstagabend, zu der die Live-Band „Cosmic“ aus Nettersheim einheizte, füllte das Fünf-Bahnen-Zelt auf dem Dorfplatz gut.

Nach gemeinsamem Kirchgang und Heiliger Messe, die Mitgestaltung der Kirchenchöre aus Mützenich und Kalterherberg und der Kranzniederlegung am Ehrenmal, wo Ortskartellvorsitzender Franz Müller einfühlsame Worte fand, standen dem sonntäglichen Frühschoppen und Familientag im Zelt alle Türen offen.

Hier unterhielten Trommler- und Pfeiferkorps, Jugendorchester und Musikverein musikalisch. Die Kinder und Kindgebliebenen hatten Spaß, Spiel und jede Menge Spannung mit Heike Steffens, ließen sich schminken, feierten den „Elsa-Tanz“ und den „Bienen-Tanz“ der jüngsten Kiddies vom Turnverein, den Verena Kuck und Heike Steffens mit ihnen einstudiert hatte. Die Zugabe gaben die etwas größeren TV-Kinder; sie hatten mit Doris Breyer den „Propeller-Tanz“ eingeübt und bekamen ebenso großen Applaus.

Während die ganz Großen sich anderen Erfrischungen hingaben, ermittelten die Schützen noch zwischendurch den Sieger des Wanderpreises und den Ehrenkönig.

Frank Peters sorgte beim Wanderpreis recht schnell für klare Verhältnisse, aber das hölzerne Gefieder des Ehrenkönigs erwies sich als äußerst zäh. Erst nach dem 112. Schuss aus der Donnerbüchse gab es nach und kürte Alfred Steffens zum Ehrenkönig.

Dem neuen Königshaus galt dann am Kirmesmontag Achtung und Ehrung. Im großen Festzug zogen Ortsvereine und Dorfbevölkerung zum Kleinbüchel, wo Schützenkönigin Friederike Litzba mit ihrem Prinzgemahl Franz-Josef Koch, Jungprinzessin Sarah Hermanns, Schülerprinz Vincent Gier und Ehrenkönig Alfred Steffens die entsprechenden Auszeichnungen entgegennahmen. Hier marschierte dann auch der Regiments-Spielmannszug der Blauen-Funken-Artillerie Eschweiler auf und überraschte ihre Freundin „Fritzi“ sichtlich. Mützenichs Königin stammt aus Eschweiler und ist dort bei den Karnevalisten noch aktiv.

Anschließend wurde an der Residenz gebührend gefeiert, ehe der Festzug die Würdenträger ins Zelt zurückbegleitete, wo dann noch der stimmungsvolle Königsball stieg, zu dem wieder „Cosmic“ aufspielte.

Und erst spät in der Nacht zum Dienstag musste man zum Unmut Vieler die Kirmes schließlich wieder begraben.

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