Stolberg/Region - Vier regionale Bands rocken gegen Rechts

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Vier regionale Bands rocken gegen Rechts

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:

Stolberg/Region. Unter dem Motto „Nazis wegrocken! Fight Fascism 2009!” steht das diesjährige antifaschistische Konzert im Münsterbuscher Jugendheim. Vier regionale Musikgruppen werden am Freitag, 25. September, ab 17 Uhr an der Ecke Prämienstraße/Rotdornweg auftreten und ein musikalisch abwechslungsreiches Programm bieten.

Bei einem Eintrittspreis von vier Euro zahlen die Konzertbesucher nur einen Euro pro Band, da die Veranstaltung keinen kommerziellen Charakter hat.

Eröffnet wird der Abend von „Superplex”, einem Eschweiler Trio, das sich dem melodischen Pop-Punk verschrieben hat. „ZSKA” aus Aachen rocken mit Einflüssen aus diversen Musikrichtungen wie Heavy Metal und Punk aber auch Ska und Reggae. Punkrock alter Schule liefert die Band „Pogo? Na Logo!”, bevor die Kölner Formation „Microphone Mafia” mit ihren Hip-Hop-Beats die Bühne übernimmt.

„Fight Fascism” ist ein für Jugendliche gestaltetes Konzert gegen Rechts und findet das neunte Jahr in Folge in Stolberg statt. Die Veranstalter „Vereinigung Verfolgter des Naziregimes (VVN), Bund der Antifaschisten (BdA)” und die „Gruppe Z” aus Stolberg werden diesmal von der „Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ)” als Jungorganisation ergänzt. Unterstützt wird das Konzert wie auch schon in den Vorjahren von einem breiten Spektrum verschiedener Gruppen, wie zum Beispiel der IG Metall Stolberg, der Verdi-Jugend und Jungorganisationen demokratischer Parteien.

2008 musste das Konzert in Münsterbusch bedingt durch Auflagen seitens der Polizei und der Stadt Stolberg abgesagt werden, woraufhin die Veranstalter „Fight Fascism 8 mobil”, ein Open-air- Event auf dem Mühlener Markt initiierten.

2007 überschattete der Überfall einer 15-köpfigen Gruppe das Event. Die mit dunklen Kapuzenjacken bekleideten, vermutlich rechtsextremen Täter griffen die letzten verbliebenen Konzertbesucher kurz nach Mitternacht an und verletzten zwei von ihnen.

Detlef Peikert von der VVN befürchtet aber nicht, dass die jugendlichen Musikfans in diesem Jahr ausbleiben werden: „Das Publikum der Fight Fascism-Events lässt sich nicht durch Rechtsradikale einschüchtern, schließlich wollen wir die Faschisten gemeinsam âwegrocken”. Außerdem haben wir Ordner, die für die Sicherheit der Gäste sorgen, und wir gehen davon aus, dass die Polizei ihren Einsatz erst beenden wird, wenn auch die letzten Konzertbesucher sicher nach Hause gekommen sind.” Die Polizei hat indes gegenüber unserer Zeitung „verstärkte Präsenz” angekündigt.

Die Veranstalter weisen darauf hin, dass Mitglieder von NPD, DVU, Republikaner, KAL, sowie Neonazis und rechtsextreme Störer generell von der Teilnahme an der Veranstaltung ausgeschlossen sind.
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