Viele Volltreffer auf und neben dem Rasen

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:
Deutschland ein Sommermärchen
Deutschland ein Sommermärchen Zeichnung: Burkh. Fritsche

Aachen. Bis zum Abpfiff hat Dr. Nina Mika-Helfmeier schon so manches Spiel über 90 Minuten, 120 oder sogar noch länger auf dem Tivoli erlebt und kräftig ihren schwarz-gelben Schal geschwungen. „Seitdem mich mein Sohn auf den Geschmack gebracht hat, bin ich ein absoluter Fußball-Fan”, sagt die Kulturbeauftragte der Städteregion.

Dass die fünfte Auflage des internationalen Cartoon-Wettbewerbs nun eben den Titel „.....bis zum Abpfiff” trägt und sich dem Fußball widmet, hat zwar auch mit den Alemannen zu tun. „Aber natürlich findet im kommenden Juni und Juli ja auch Frauen-WM in Deutschland statt. Vor allem aus diesem Grund haben wir uns für dieses Thema entschieden”, sagt Mika-Helfmeier und freut sich jetzt schon auf den sportlichen Wettstreit der Cartoonisten rund um das runde Leder. Und so soll es nicht nur für die Fußballerinnen ein Sommermärchen geben, sondern auch für die Initiatoren des Cartoon-Wettbewerbs, die wie in den Vorjahren das Kunst- und Kulturzentrum (KuK) in Monschau, die Städteregion und der Zeitungsverlag Aachen sind.

Bis zum 22. Mai haben Künstler aus der ganzen Welt, ihre Ideen einzureichen. Und schon jetzt freut sich Mika-Helfmeier auf die Jury-Sitzung - vielleicht um mit Professor Bernd Mathieu (Chefredakteur unserer Zeitung), Martin Sonntag (Leiter des Caricatura-Museums in Kassel) und noch zwei zu benennenden Fußballern über Abseits und andere Unerträglichkeiten auf dem grünen rasen zu philosophieren; aber vor allem, um aus der Masse der Einsendungen die besten sechs Arbeiten zu küren, die mit Preis von 500 bis 2500 Euro belohnt werden.

Zwar glaubt Mika-Helfmeier, dass wegen des populären Themas der Teilnahmerekord aus dem Vorjahr mit 800 Zeichnungen von rund 250 Künstlern zum Geschlechter-Thema „sie - she - elle/er - he - il” geknackt werden wird. Aber ihr kommt es nicht nur auf möglichst viele Tore an, sondern auch auf ein schönes Spiel mit tollen Volltreffern. „Wichtiger als die bloße Anzahl ist natürlich die Qualität der Cartoons. Aber wenn ich mir die bisherigen Wettbewerbe anschaue, mache ich mir keine Sorgen” sagt die Sozialwissenschaftlerin, die nicht nur vom Treiben der 22 Spieler auf dem Rasen fasziniert ist. „Wenn ich ins Stadion gehe, liebe ich es auch, mir die Leute anzuschauen, wie sie sich für den Sport und ihren Verein begeistern können. Das ist toll, was der Fußball mit den Menschen anstellen kann.”

Und so freut sie sich nicht nur über Zeichnungen von so renommierten deutschen Cartoonisten wie Burkh. Fritsche, sondern auch darüber, wie der Fußball in anderen Kulturen wahrgenommen wird. „In jedem Pokalwettbewerb gibt es immer wieder Überraschungen. Mal schauen, was bei uns passiert.”

Beiträge werden prämiert

Bis zum 22. Mai haben professionelle und Amateur-Zeichner noch Zeit, sich mit jeweils maximal fünf Arbeiten (Originalzeichnungen oder signierte Ausdrucke, keine Kopien) an dem Cartoon-Wettbewerb zu beteiligen. Die beste Arbeit mit 2500 Euro belohnt, Platz zwei mit 2000 Euro, Platz mit 1000 Euro. Für die Plätze vier bis sechs gibt es je 500 Euro.

Mit der Preisverleihung am 17. Juni im Kuk wird in dem Haus in der Monschauer Altstadt auch eine Ausstellung mit den besten Beiträgen eröffnet. Parallel dazu werden Cartoons in der Eschweiler Galerie „Art Engert” und im Mönchengladbacher Kunstbunker gezeigt.
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