Städteregion - Viele kleine Maßnahmen helfen beim Klimaschutz

Viele kleine Maßnahmen helfen beim Klimaschutz

Von: Jutta Geese
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Solar Panels

Städteregion. „Papier ist geduldig“, sagt der Volksmund und meint damit, dass man zwar viel aufschreiben und beschließen kann, dies aber noch lange nicht heißt, dass etwas von dem, was auf dem Papier steht, umgesetzt wird. Das ist beim „Integrierten Klimaschutzkonzept“ (IKSK) der Städteregion anders.

Im Dezember 2010 hat es der Städteregionstag beschlossen und seither jährlich einen Sachstandbericht über den Stand der Umsetzung erhalten. 20 Seiten stark ist der jüngste, der am Donnerstag Thema im Umweltausschuss sein wird. Er zeigt, dass die Städteregion auf unterschiedlichen Ebenen aktiv ist, große und viele kleine Maßnahmen initiiert, fördert oder selbst umsetzt. Jeweils 100 000 Euro hat die Politik für solche Projekte für 2017 und 2018 im Haushalt eingeplant.

Das Klimaschutzkonzept bietet mit seiner Fülle von Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Stadtentwicklung, erneuerbare Energien, energetische Sanierung von Altbauten und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements für jeden etwas. Gebündelt sind viele handfeste Informationen für Privatpersonen – Kinder wie Erwachsene – und Unternehmen auf der Homepage des städteregionalen Umweltamtes (www.staedteregion-aachen.de/umweltamt) unter dem Stichwort „Klimaschutz“.

Manche dieser Informationen und Links sind bares Geld wert, insbesondere die, bei denen es um Fördermittel geht. Andere bieten vor allem Entscheidungshilfe, etwa bei der Frage, ob es sinnvoll ist, ein Hausdach mit Solaranlagen zu bestücken (Solarkataster) oder dem Klima mit einem Gründach auf die Sprünge zu helfen (Gründachkataster). Und wieder andere bieten einfach nur Wissenswertes.

Bis zum Jahr 2020 sollen mit Hilfe der verschiedenen Projekte und Maßnahmen in der Städteregion 40 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden, bis 2050 gar 80 Prozent – so das durchaus ehrgeizige Ziel von Politik und Verwaltung bei der Aufstellung des IKSK vor acht Jahren. Ob dies erreicht werden kann? Das ist schwierig zu beurteilen. Denn bei vielem hat die Städteregion nicht das Heft in der Hand, kann nur Anstöße geben. Investieren müssen dann aber andere, Unternehmen etwa, Wohnungsbaugesellschaften oder private Hausbesitzer.

Genaue Buchführung

Ziemlich genau Buch geführt wird dagegen im Rahmen des Projekts „Ökoprofit“, an dem bislang fast 100 Unternehmen in der Städteregion teilgenommen haben bzw. teilnehmen. Die etwa 80, die das Programm bereits abgeschlossen haben, haben ihren Wasserverbrauch um über 211 000 Kubikmeter pro Jahr reduziert, ihre Restmüllmengen um über 6150 Tonnen pro Jahr, sie sparen mehr als 45 Millionen Kilowattstunden Energie ein und haben ihre Treibhausgas-Emissionen um 16 700 Tonnen CO2 reduziert.

Ziemlich genau auflisten lässt sich auch, wieviel Energie, Wasser und CO2 die Erneuerung von Heizungsanlagen, der Einbau von neuen Fenstern oder die Inbetriebnahme von Blockheizkraftwerken in städteregionalen Schulen, Kitas oder Verwaltungsgebäuden bringt. Das stellt die Verwaltung alle zwei Jahre in einem Bricht für jedes Gebäude dar.

Die letzten Berichte enthielten keine Angaben über die CO2-Einsparung. In dem Bericht für die Jahre 2013/14 heißt es jedoch, dass seit 2010 der CO2-Ausstoß in den städteregionalen Gebäuden nahezu halbiert werden konnte – 4400 Tonnen wurden demnach insgesamt eingespart.

Um das ehrgeizige Klimaschutzziel von 2010 zu erreichen, bedarf es noch vieler Initiativen. Bei der Initiierung und Koordinierung der Maßnahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes helfen die Klimaschutzbeauftragten. Bei der Umsetzung spielt die Vernetzung zwischen Politik, Verwaltung, Bevölkerung und Projektpartnern spielt eine ebenso wichtige Rolle wie eine projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit, mit Hilfe derer der Klimaschutz die Bürgerinnen und Bürger der Städteregion zum Nachdenken und Mitmachen motiviert werden soll. „Um dies zu erreichen, arbeiten wir in folgenden Bereichen: Klimaschutz für Unternehmen, Lernen und Lehren, individuelle Anpassung, Mitmachen und Informieren, alternative Energien“, heißt es auf der Homepage. Fürs Klima eben.

 

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