Viele Gefahren für Jungvögel

Von: Günter Krings
Letzte Aktualisierung:
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Die Trichterspinne wurde im Hammer gefunden. Foto: G. Krings
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Einer der häufigsten heimischen Brutvögel: das Rotkehlchen.

Nordeifel. Jetzt ist die Zeit, in der viele Jungvögel schlüpfen und von ihren Eltern gefüttert werden. Einer der häufigsten Brutvögel in unserer Region ist das Rotkehlchen, das man leicht an der kräftig roten Kehle erkennen kann. Da dieser Singvogel nur eine geringe Fluchtdistanz besitzt, kann er oft in Gärten beobachtet werden.

Nach dem Schlüpfen werden die Jungvögel gut zwei Wochen im Nest von beiden Elternteilen gefüttert. Nach dem Verlassen des Nestes, das häufig am Boden angelegt wird, sind die Jungvögel noch nicht voll flugfähig und werden noch einige Zeit von den Altvögeln gefüttert. Es kann auch sein, dass das Weibchen während dieser Zeit schon wieder brütet, während das Männchen die erste Brut füttert.

Die am Boden hockenden Jungvögel können auch andere Vögel, zum Beispiel Amseln, um Futter anbetteln. Nach gut drei Wochen nehmen die Jungvögel selbstständig Futter auf und werden von den Eltern aus dem Brutrevier vertrieben. Gefahr droht den Jungvögeln von Katzen, Krähen, Elstern, auch von Wieseln, Eichhörnchen, Füchsen und Mardern sowie mittlerweile auch in unserer Region von Waschbären.

Junge Kehlchen sind noch gelb

Fast 70 Prozent der Jungvögel überleben nicht das erste Lebensjahr. Junge Rotkehlchen sehen etwas anders aus als erwachsene. Kehle, Kinn und Vorderbrust der Jungvögel sind noch nicht rot, sondern hellgelb mit dunklen Streifen, so dass sie nicht auf Anhieb als Rotkehlchen erkannt werden. Erst in der Mauser in Sommer oder Herbst wechselt das Federkleid.

Bei Hammer an der Rur wurde die Art Textrix denticulata gefunden. Diese Spinne hat noch keinen deutschen Namen. Sie gehört zur Familie der Trichterspinnen – eine Spinnengruppe, die nach der Form ihres Nestes benannt wird. Sie weben eine Wohnhöhle, die sich vom Eingang zur Mitte hin trichterförmig verengt. Bei der Jagd verharren die Trichterspinnen regungslos in ihrer Höhle oder am Eingang.

Nähert sich eine Beute und verheddert sich in den Fangfäden, laufen sie schnell aus dem Nest, ergreifen die Beute und ziehen sich wieder ins Nest zurück, um sie dort zu verzehren. Sie lebt an schattigen Waldrändern aber auch in altem Mauerwerk. Grundfarbe dieser Spinne ist dunkel, aber auf dem Vorderkörper ist ein helles Band zu erkennen. Die Art wird in Mitteleuropa als selten bezeichnet, in mehreren Bundesländern wird sie als „gefährdet“ eingestuft.

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