Viele Fragen zur Gemeinschaftsschule

Von: P. St.
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Arbeiten gemeinsam an einem langfristigen Erhalt des Schulangebotes vor Ort: die Eifel-Bürgermeister Manfred Eis (Roetgen, li.), Margareta Ritter (Monschau) und Karl-Heinz Hermanns Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Monschau/Simmerath/Roetgen. Die Schullandschaft in der Nordeifel wird sich verändern: Das liegt einerseits daran, dass die Hauptschule in der Öffentlichkeit immer mehr als Auslaufmodell gehandelt wird, vor allem aber an der Tatsache, dass die demographische Entwicklung in der Nordeifel keinen Zweifel darüber zulässt, dass die Schülerzahl kontinuierlich zurückgehen wird.

Die Eifelkommunen Monschau, Simmerath und Roetgen wollen daher ihren Gestaltungsspielraum, um die künftige Schullandschaft in der Nordeifel mitzubestimmen.

Diesem Zweck diente jetzt auch eine Art Gipfeltreffen der drei Eifelkommunen im Rathaus Monschau, die vor allem zum Ziel hatte, die Entscheidungsträger vor Ort mit Informationen zu versorgen.

Nahezu 100 Teilnehmer fanden sich, denen fünf schulfachliche Vertreterinnen der Bezirksregierung Rede und Antwort standen. Eingeladen waren die Ratsvertreter der drei Kommunen, die sachkundigen Bürger der Schulausschüsse und die Schulleiter aller öffentlichen Schulen.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter sprach von einer „sehr guten Veranstaltung,”, wobei sich der Schwerpunkt der Nachfragen auf die Möglichkeit der Einrichtung einer Gemeinschaftsschule konzentriert hätten.

Informationsbedarf gab es aber auch zum Thema Verbundschulen. Die Vertreterinnen der Bezirksregierung machten dabei deutlich, an welche gesetzlichen Voraussetzungen und Bedingungen ein Schulangebot gebunden ist und ob dafür die perspektivischen Schülerzahlen ausreichen.

Für Margareta Ritter steht aufgrund der zu erwartenden Zahlen bereits fest, dass es ohne Roetgen nicht geht.” Gemeinsames Ziel der Eifelkommunen müsse es sein”, den Kindern die beste Bildung vor Ort zu bieten.”

Die weiteren Beratungen finden nun auf der Grundlage der kommunalen Schulentwicklungspläne statt. Ehe im Januar 2011 die zweite interkommunale Runde stattfindet, beraten in den nächsten Wochen zunächst einmal - ebenfalls nicht öffentlich - die jeweiligen Schulausschüsse, um die Informationen zu verarbeiten.

Einen „wichtigen ersten Schritt” in der Zusammenkunft in Monschau sieht auch der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der von einer „sehr konstruktiven Veranstaltung” und „kompetenter Informationen durch die Bezirksregierung spricht.

Bei dieser für die Schullandschaft der Eifel so wesentlichen Fragen sollten auch die Eltern frühzeitig einbezogen werden. Hermanns: „Wir sollten offensiv mit der Thematik umgehen, und nicht den Anschein erwecken, als gäbe es Geheimnisse.” Ebenso sollten parteipolitische Aspekte in den Hintergrund treten.

„Erst in einigen Jahren konkret”

Im Blickpunkt stehe das gemeinsame Interesse der drei Eifelkommunen, ein adäquates Schulangebot für die Region zu schaffen. Es stehe eine mittel- bis langfristige Entscheidung an, denn die Auswirkungen erst in einigen Jahren konkret würden. Karl-Heinz Hermanns: „Für mich gibt es im Moment kein anderes Gebiet, wo die Zusammenarbeit der drei Eifelkommunen von solch hoher Bedeutung ist.”
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