Simmerath - Viele Ehrungen, aber auch sinkende Mitgliederzahlen

Viele Ehrungen, aber auch sinkende Mitgliederzahlen

Von: M.S.
Letzte Aktualisierung:
9188265.jpg
Stolz auf Ehrungen, Beförderungen und Zeugnisse: Im Rahmen ihres Stiftungsfestes ehrte die Freiwillige Gemeindewehr Simmerath am Wochenende viele Mitglieder. Foto: Manfred Schmitz

Simmerath. Mit einem Festzug zur Simmerather Pfarrkirche Sankt Johannes, einer heiligen Eucharistiefeier mit Pfarrer Michael Stoffels, Kranzniederlegung am Ehrenmal und Frühschoppen im Vereinslokal Wilden setzte Simmeraths Freiwillige Gemeindefeuerwehr am Montag die Feierlichkeiten anlässlich ihres 94. Stiftungsfestes fort.

Es hatte Samstag mit Aufführung des Lustspiels „Die Silberhochzeit“ im Saale Wilden vom Wehr-Theaterensemble vor amüsiertem Publikum seinen Anfang genommen.

Im Rahmen einer Matinee wurden langjährig verdiente Löschgruppen-Mitglieder und Förderer geehrt, Beförderungen ausgesprochen und erfolgreichen Absolventen die Zeugnisse ausgehändigt. Marko Hoch, Vorsitzender des Fördervereins, ließ die Höhepunkte des gerade abgelaufenen Vereinsjahres Revue passieren. Er erinnerte an das Verbandsfest der Nordeifeler Spielmannszüge, das sie in Partnerschaft mit der KG Sonnenfunken zu deren zweimal elfjährigem Jubiläum ausgerichtet hatten: „Ein absoluter Höhepunkt im Kalender.“ Die Jahreswanderung über Eicherscheid ins Belgenbachtal werde ebenfalls positiv in die Vereinsannalen eingehen.

Auszeichnungen

Thomas Haas oblag es, Auszeichnungen durch den Förderverein vorzunehmen: Er würdigte die Zugehörigkeit der Silberjubilare (25 Jahre) Elke Heeren und Herbert Mertens. 40 Jahre dabei sind Friedel Frank, Erich Titze, Rudi Drosson und Bruno Wilden. Goldjubilare (50 Jahre) sind Horst Braun, Erich Hilgers und Peter Nießen. Felix Schmidt trägt schon sechs Jahrzehnte die blaue Uniform. Mit Blick auf die gelungene Premiere des Theatervereins dankte Marko Hoch dem Schauspielensemble um Regisseur Stefan Haas und Mitstreiter Josef Frings voll Anerkennung: „Die Theatergruppe ist ein fester Bestandteil unseres Vereins. Von den Darstellern und der Crew hinter den Kulissen profitieren wir alle seit langem.“ In diesem Zusammenhang erwähnte der Sprecher den jahrelangen Einsatz des Souffleurs Josef Braun, „der die aktuelle Spielzeit der Mimen erstmalig im Zuschauerraum verfolgt“.

Volker Wilden erstattete als Sprecher der Jugendfeuerwehr letztmalig den Jahresbericht der Nachwuchs-Umweltschützer. Wilden wird fortan an deren Spitze von Dirk Pier abgelöst, den er nun als „Vize“ vertritt. Wildens Fazit nach vier Jahren Engagement pro neunzehnköpfige Einsatzcrew U 18: „Wir sind seit meiner Amtsübernahme Ende 2010 um zwei Einsatzkräfte geschrumpft. Wir verbrachten knapp 150 Stunden zusammen mit praktischen wie theoretischen Feuerwehrarbeiten. In deren Verlauf trainierten wir Standard-Einsatzregeln wie Ausleuchten und Absichern von Einsatzstellen oder Funkübungen.“

Starker Abbau

Aus dem von Erich Heinen, Leiter der Ehrenabteilung, verfassten Rechenschaftsbericht war zu entnehmen, „dass unsere seit 1978 bestehende Abteilung im Hinblick auf Mobilität und Mitgliederzahl stark nachlässt“. Entsprechend würden derzeit noch 14 ehemalig aktive Kameraden und sechs Witwen im Rentenalter betreut. Immerhin: Deren Gemeinschaft sei intakt, wie 23 im vergangenen Jahr veranstaltete, harmonische Treffen und Veranstaltungen dokumentierten. Die Senioren unterstützten die Arbeit des Fördervereins nach Kräften und seien auch der Jugendwehr partnerschaftlich verbunden.

Korpsführer Sascha Hermanns trug den Bericht des Spielmannszuges vor. Er teilte mit, das Durchschnittsalter der Musikanten sei seit 2010 von 27 Jahren auf derzeit 35 drastisch gestiegen: „Wir wissen 46 Aktive in unseren Reihen, 36 Instrumentalisten und zehn Schellenbaumträger.“ Es sein mehr als statistische Größen, die Hermanns zu denken gäben: „Es wird immer schwieriger, Kinder und Jugendliche für das Erlernen eines Instrumentes zu gewinnen. Sie werden überhäuft mit Freizeitmöglichkeiten. Besonders viel Zeit investiert der Nachwuchs ins Smartphone.“

Umso erfreulicher und hoffnungsvoll sei die rege und erfolgreiche Teilnahme am Verbandsfest der Vereinigten Spielmannszüge wie den Jubiläumsfeierlichkeiten der KG gewesen: „Allein am Sternmarsch nahmen 20 Musik- und Fastnachtsvereine teil. Wir freuen uns sehr über unsere tüchtigen Solisten an Trommel oder Flöte Philipp und Anna Schröder, Patrick Schmidt und Simon Knein, die sich hervorragend erste Plätze erspielten.“

Bedauernd schloss Sascha Hermanns seine Ausführungen mit dem Hinweis, dass die Löschgruppe in diesem Jahr aufgrund personeller und organisatorischer Probleme zum letzten Mal an allen Tagen des Neusser Schützenfestes präsent sein könne. „Es wird immer ein Highlight im Vereinsleben unseres Spielmannszuges bleiben.“

Einsatz mit Schmunzler

In seinem Zahlenwerk – die Wehr hatte vergangenes Jahr 50 Einsätze und damit zehn weniger als 2013 – an Wehr-Alarmierungen hielt Löschgruppenführer Achim Finken einen Notfall mit Schmunzel-Effekt bereit. Einmal, so Finkens Protokoll, sei rasche Hilfe der blauen Eingreiftruppe dringend erforderlich gewesen, weil – so wörtlich – „eine Birke unseren Einsatz auslöste, und das just an einer Buche am Birkenweg“. Summa summarum verzeichnete Finken zu sämtlichen Fällen von Rettung, Bergung und Gefahrenabwehr 405 geleistete Mann-Stunden in 2014 (2013: 439).

Resümee: Die insgesamt 32 Aktiven der Simmerather Löschgruppe absolvierten im vergangenen Jahr 23 Übungen. Finken verabschiedete Unterbrandmeister Udo Offermann nach 25 Jahren im Dienst der Wehr und überstellte ihn mit Dankesworten in die Ehrenabteilung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert