Viel Verkehr in der Pendlerregion

Von: Udo Kals
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Aachen. Fast 80.000 Berufstätige fahren täglich von außerhalb zu ihrem Job nach Aachen, davon kommen mit rund 42.000 mehr als die Hälfte aus den neun ehemaligen Kreiskommunen.

Auf der anderen Seite pendeln knapp 12.000 Menschen aus der Kaiserstadt in die restliche Städteregion, um dort an Schreibtisch oder Werkbank zu arbeiten. Alleine diese Zahlen verdeutlichen, was die Staus im Berufsverkehr nahelegen: Die Städteregion ist eine Pendlerregion.

Das betont auch Jürgen Drewes: „Die Wirtschafstregion ist so eng verflochten, dass wir gut beraten sind, die interkommunale Kooperation zu intensivieren und die Infrastruktur zu modernisieren”, fordert der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), der in den jetzt vom Statistischen Landesamt vorgelegten Pendlerzahlen einen deutlichen Fortschritt im Datenbestand sieht.

„Zwar fehlen weiterhin die Bildungspendler wie Studenten in der Betrachtung. Doch wir sind mit dem Zahlenmaterial deutlich näher an der Realtität als früher”, sagt er mit Blick darauf, dass die Datensammlung erstmals alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Beamten und Selbstständigen erfasst. „Da haben wir schon Unterschiede zu unserem Pendleratlas ausgemacht, wobei die Grundstrukturen sich praktisch nicht verändert haben.”

Und das heißt: Aachen ist mit rund 160.000 Erwerbstätigen der Jobmagnet in der Städteregion und zieht vor allem Pendler aus den neun Altkreiskommunen an. Somit versorgt Aachen viele Auswärtige mit Jobs, ist aber zugleich auch auf Pendler angewiesen. „Aachen muss sich bewusst sein, dass seine Attraktivität stark von der Verkehrsanbindung an das Umland abhängig ist”, betont Drewes, den zudem die Entwicklung Monschaus in den vergangenen Jahren überrascht, wo sich wie in Würselen die Zahl der Ein- und Auspendler die Waage hält. „Das war früher einmal ganz anders.” Während Würselen seit Jahren vor allem vom Gewerbegebiet Aachener Kreuz profitiert, zeigten sich in Monschau nun auch die Erfolge der Wirtschaftsförderung.

Während nur jeder vierte erwerbstätige Aachener (25,6 Prozent) die Stadtgrenzen zum Arbeiten verlässt und die Stadt damit im landesweiten Vergleich auf dem zweiten Platz rangiert, ist die Auspendlerquote in anderen Städten sehr viel höher. Spitzenreiter in der Städteregion ist Roetgen mit 78,6 Prozent: Von den 3724 Erwebstätigen verlassen 2927 Roetgen zum Arbeiten, und von denen fahren wiederum 1719 nach Aachen.
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