Viel Kritik an der aktuellen Kommunalpolitik in Roetgen

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
Bei der Mitgliederversammlung
Bei der Mitgliederversammlung der CDU Roetgen wurde Kritik an der Kommunalpolitik laut. Auch der geplante Windpark im Münsterwald an der Himmelsleiter (Fotomontage) war Thema.

Roetgen. Die aktuelle Kommunalpolitik in Roetgen bilanzierten und kritisierten CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Seidel und Städteregionsabgeordneter Ronald Borning.

Beide gaben den Mitglieder auf der CDU-Versammlung darüber Aufschlüsse. Schwachpunkte seien nicht von der Hand zu weisen.

Zuvor sprach CDU-Vorsitzender Stephan Speitkamp von „turbulenten Zeiten”, sprich Wahlen (Landtag, Kommunal, Bürgermeister). „Wir stellen uns auf, was haben wir als CDU zu sagen?”, fragte er. Da gebe es einiges in Roetgen, das angesprochen werden müsse: Neubaugebiete Greppstraße und Wiedevenn, Erweiterung Gewerbegebiet, Tunnelbau an der Himmelsleiter, Windräder im Münsterwald, Sicherheit und Pflege der Straßen und Wege.

Den Haushalt der Gemeinde Roetgen hatte Michael Seidel beleuchtet. Es werde schwierig, ihn ausgleichen zu können. Die Kassenlage sei nicht besser geworden, aber ein Silberstreif am Horizont erkennbar. „Wir wollen schauen, wie die Einnahmequellen sprudeln können”, sagte er und schnitt die längst fällige Erweiterung des Gewerbegebietes an. Dort liege noch Potenzial.

Stillstand bei Straßenbau

In Sachen Neubaugebiete habe sich seit zehn Jahren im Wiedevenn „nichts bewegt.” Auch in Rott müsse die Wohnbebauung forciert werden. Nicht einfach sei die Aussiedlung des Einzelhandels, hier sollte Bürgermeister Manfred Eis (SPD) Bedenken ausräumen. Gut sei, dass die Anzahl der geplanten Windräder im Münsterwald reduziert werden konnte. „Ich bin über die gute Stimmung in der CDU und die gute Zusammenarbeit sehr erfreut”, lobte Seidel. Leider sei bei der Unterhaltung der Straßen „Stillstand zu spüren”. Aber auch die Sauberkeit lasse zu wünschen übrig. Hier sollten mehr Mittel in den Haushalt eingesetzt werden, empfahl er.

Ronald Borning bedauerte den Angriff auf ihn in der letzten Gemeinderatssitzung, Roetgen müsse einen zu hohen Beitrag an die Städteregion leisten. Erfreulicher für Borning, dass die Ravel-Route kurz vor der Vollendung stehe. Hier habe Städteregionsrat Helmut Etschenberg klare Worte gesprochen, man werde den Weg bauen, obwohl für das Teilstück von Lammersdorf nach Kalterherberg große Bedenken von den Naturschützern gekommen seien.

„Die sind gegen das Birkhuhn, tun aber nichts gegen die Windräder im Münsterwald”, formulierte Borning scharf. Leider müsse man mit dem Bau der Unterführung auf der Himmelsleiter noch warten, eventuell sogar bis zum Herbst. Zum Ausbau der Monschauer Straße in Richtung Eifel bis Fringshaus bedürfe es einer ausgiebigen Prüfung, ob die Strecke überhaupt ausreichen werde. „Sie muss so ausgebaut werden, dass der Verkehr vernünftig abfließen kann”, empfahl Ronald Borning. Die Städteregion habe darüber heiß diskutiert, doch das Planungsrecht liege bei der Stadt Aachen.
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