„Viel Klang“: Umsonst, draußen und 100 Prozent live

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Zwölf Künstler und Gruppen werden am Samstag auf der Vielklang-Bühne in Simmerath zu hören und sehen sein. Foto: L. Harmens
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Die Veranstalter freuen sich schon auf das Event. Foto: H. Schepp

Simmerath. „Die tolle Premiere im vergangenen Jahr schreit förmlich nach einer Fortsetzung. Und am Samstag ist es soweit“, freute sich Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns schon zu Wochenbeginn auf die zweite Auflage von „Viel Klang“.

Auf dem Festplatz am Rathaus werden am 2. September ab 19.30 Uhr hoffentlich wieder an die 1000 Besucher vielseitige, ehrliche und handgemachte Musik erleben, wie man sie in dieser Form heute nur noch selten antrifft.

„Der Trend geht heute leider selbst bei scheinbar live gesendeten Formaten wie ‚Voice of Germany‘ zum Perfektionsmus. Da werden dem Zuschauer letztlich glatt gebügelte Versionen präsentiert, denen damit auch viel von ihrer Natürlichkeit genommen wird“, sagt Markus Wimmer, Inhaber des Rurtonstudios in Dedenborn und einer von „drei Verrückten“ (eigenes Zitat), die vor gut einem jahr die Idee zum Viel Klang festival hatten. Das Organisationsteam, das sich „Roque4“ nennt und aus Marcel Stoffels, Patrick Pahlke und Markus Wimmer besteht, hat auch für das zweite Mal ein außergewöhnliches Programm zusammengestellt.

Hierbei geht es um gute Performance und um handgemachte Musik. „Wert spielt für uns eine Rolle, und zwar Wertschätzung für gutgemachte Musik“, sagt Marcel Stoffels, „Hinhören statt Konsumieren ist unser Motto. In Zeiten von Wikipedia und youtube kann man einfach nicht mehr unterscheiden, wer wirklich was kann und wer einfach nur gut aussieht.“

Den unterschiedlichen Akteuren wird eine professionelle Bühne und perfekte Technik zur Verfügung gestellt. Und die „Viel-Klang-Session-Band“, bestehend aus fünf Vollblutmusikerinnen, gibt den Support für die Auftritte. „Ein Wettstreit wird es nicht sein, es wird keine Wertung stattfinden“, betont Patrick Pahlke. Denn wichtig sei es, „den jungen Menschen zu zeigen, dass es um etwas Gemeinschaftliches geht beim Musikmachen“.

Mit dabei sein wird beispielsweise Myriam Probst. Die in Köln lebende Sängerin stammt aus der Eifel, genauer gesagt aus der Prümer Ecke. Sie besetzte vor einigen Jahren zusammen mit Sänger Marcel Stoffels die Front der Band „splendid“, die man gerade in der Region Simmerath und Schmidt sehr gern hörte. Auch Miriam Klein wird mitmachen. Die in Stuttgart studierende klassische Sängerin macht im Moment ihren Master in Gesang und besuchte das Conservatorium Maastricht. Sie freut sich darauf, ihrer Heimat auf diese Weise etwas zurückgeben zu können. Genau das trifft den Nerv von „Viel Klang“ und bereichert das vielfältige Programm: eine junge professionelle Sängerin, die Klassik singt.

Auch aus dem ExArt-Musiktheater des Vossenacker Gymnasiums werden Sängerinnen und Sänger auftreten, weitere junge Stimmen sind mit Popsongs zu hören, und Theo Kersting hat sogar einen „Viel-Klang-Song“ geschrieben.

Für die Moderation wurde Sarah Foltynski gewonnen; sie freut sich sehr auf diese Herausforderung, die musikalische Veranstaltung moderieren zu dürfen, „und auf die großartigen Kandidaten“.

Dass das „Viel Klang“-Festival „umsonst und draußen“ – bei hoffentlich spätsommerlichem Wetter“ (Hermanns) – stattfinden kann, verdankt es neben den drei genannten Machern einer Reihe weiterer Unterstützer, wie Lars Harmens vom Gewerbeverein Simmerath betont: Die Gemeinde stellt Platz und Energieversorgung kostenlos, Feuerwehr und Geloog Simmerath helfen bei Auf- und Abbau sowie Ausschank (denn es gibt auch reichlich Speis und Trank am Samstag!), und nicht zuletzt gibt es kräftige finanzielle Unterstützung von der Marketinggruppe des Gewerbevereins.

„Das darf man ruhig mal offen sagen“, dankte Bürgermeister Hermanns den Gewerbetreibenden, „die hier ohne Selbstzweck sponsern, nur um Simmerath dank einer tollen Veranstaltung noch attraktiver zu machen“.

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