Verwirrende Umleitung: Woffelsbach ist nur schwer erreichbar

Von: P. St.
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Ein Bach, der die Böschung herabschließt, sorgt für Probleme bei der Wasserführung auf der L 128 im Weidenbachtal. Jetzt wird das Einlaufbauwerk erneuert, damit das Wasser unter der Straße weiterfließen kann. Foto: P. Stollenwerk
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Genau hinschauen: Für Ortsunkundige ist Umleitungsbeschilderung zwischen Rurberg und Woffelsbach schwer nachvollziehbar. Foto: P. Stollenwerk Foto: P. Stollenwerk

Rurberg/Woffelsbach. Die Rurtalorte dürften am Wochenende einen touristischen Frühlingsansturm erleben, denn die Wetterprognosen sind ideal für einen Ausflug in die erwachende Eifel. Die Augen aufgehen werden den motorisierten Gästen aber spätestens, wenn sie von Kesternich kommend links nach Rurberg abbiegen wollen.

Ab der Einmündung ist die Landesstraße 128 gesperrt. Eine Straßenbaustelle verhindert die Durchfahrt bis Woffelsbach. Für „Anlieger frei“ ist Weiterfahrt in den Ort, wenn auch nur mit dem schwer nachvollziehbaren Zusatz „bis Steinbüchel“. Aus der entgegengesetzten Richtung ist die Beschilderung analog. Ab Einmündung Woffelsbacher Straße geht es auf der Landesstraße 128 nicht weiter, während die Anlieger freie Fahrt bis Woffelsbacher Straße haben.

Ortskundige werden nun schon wissen, was sie zu tun haben, aber die Wochenendgäste dürften dicke Orientierungsprobleme bekommen. Der Ort Woffelsbach, der sich ohnehin seit Jahren touristisch ein wenig abgehängt sieht, ist jedenfalls nur schwer erreichbar, es sei denn, Autofahrer legen die Anlieger-frei-Regelung großzügig aus, und suchen sich ihren Weg durch Rurberg.

Das gilt erst recht für Motorräder, die ja auch noch die zusätzliche Wochenendsperrung der L 128 beachten müssen. Woffelsbach darf sich also auf ein zweiradfreies Wochenende freuen, zumindest jene Bürger, die am liebsten die Biker aus der Eifel verbannen möchten.

Die Umleitung wurde vom Landesbetrieb Straßenbau vorgenommen. Bruno Wilden, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Simmerath, wurde informiert, und erläutert auf Anfrage, dass man versucht habe, eine Abwägung zwischen Lärmbelästigung und Art der Umleitung zu treffen.

Um zu vermeiden, dass die Ortslage Rurberg vom Durchfahrtsverkehr zu stark frequentiert werde, habe man sich für die jetzige Lösung entschieden, wohl wissend, dass sich die Ausschilderung für den Ortsunkundigen nicht auf Anhieb erschließe.

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