Verträge für Ausbau des Breitband-Internets unterschrieben

Von: ag
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Jetzt kann es endlich losgehen: Bürgermeister Manfred Eis (links) und Anja Oppermann von der Telekom haben am Donnerstag die Verträge im Beisein des Breitbandbeauftragten der Gemeinde, Timothy Frings, unterzeichnet. Foto: A. Gabbert

Roetgen. Der Ausbau des Breitband-Internets in der Gemeinde Roetgen kann beginnen. Am Donnerstagmorgen haben Bürgermeister Manfred Eis und Anja Oppermann, kommunale Ansprechpartnerin für den VDSL-Ausbau der Deutschen Telekom, die Verträge unterzeichnet.

Ausgebaut werden die Bereiche Mulartshütte und das so genannte „Schachbrett“ (Willemslägerweg, Wilhelmstraße, obere Kalf- und Neustraße, Grünepleistraße, Eichenstraße, Ahornweg, Birkenhain, Erlengrund und Schleebachstraße).

Über 400 Haushalte sollen ab Januar 2016 Breitbandanschlüsse mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 MBit/s nutzen können. Die minimale Geschwindigkeit würde dann zwischen 6 und 16 MBit/s liegen, sagte Oppermann. Prinzipiell soll die Technik auch Vectoring fähig sein.

Das bedeutet, dass die Leitungen später ohne zusätzliche Baumaßnahmen auch Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/S ermöglichen. Dafür sei dann lediglich ein Update der Software nötig. Dass die Haushalte nicht direkt mit dieser Geschwindigkeit versorgt werden können, liege an wettbewerbsrechtlichen Gründen, erläuterte Oppermann.

Die für den Ausbau notwenigen Kabelverbindungen werden, um Kosten zu sparen, teils unterirdisch und teils oberirdisch verlegt. In Mulartshütte werden rund 880 Meter Kabel oberirdisch verlegt, in Roetgen rund 420 Meter unterirdisch und rund 760 Meter oberirdisch.

Die alten Kabelverzweiger (das sind die grauen Kästen am Straßenrand) werden ersetzt und mit neuer Technik ausgerüstet. Anschließend erfolgt der Anschluss ans Netz der Telekom. Die Tiefbaumaßnahmen sollen in etwa drei Monaten starten.

„Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an unserer Seite. So können wir unseren Bürgern und Unternehmen in weiteren Ortsteilen in Kürze den begehrten Zugang zum schnellen Internet ermöglichen“, sagte Eis. Auch für Arbeitnehmer mit Home-Office und Selbstständige sei eine schnellere Anbindung an das Netz entscheidend und ein Mehrwert für die Immobilie. „Breitband ist ein wichtiger Standortfaktor.“ „Wir danken der Gemeinde Roetgen für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns darauf, das Projekt zügig anzugehen“, sagte Oppermann.

Für den Ausbau des Internets wurden der Gemeinde 222.075 Euro Fördermittel von der Bezirksregierung Köln aus EU-Mitteln zugewiesen. Das sind 90 Prozent der Kosten. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei rund 25.000 Euro. Auf diese Fördermittel hatte die Gemeinde lange warten müssen.

Nachdem Anwohner mit einer Unterschriftenaktion auf die missliche Lage aufmerksam gemacht hatten und kein Anbieter von sich aus den Ausbau voran treiben wollte und somit ein sogenanntes Marktversagen festgestellt wurde, hatte die Gemeinde am 7. November 2013 ihre ersten Förderanträge eingereicht. Schon im Februar musste die Gemeinde die Anträge aber nochmals stellen, weil sich die Vordrucke geändert hatten. Ein weiteres Mal mussten die Anträge im November 2014 neu geschrieben werden, weil sich inzwischen die Förderrichtlinie geändert hatte. Anfang des Jahres 2015 bekam die Gemeinde schließlich den Förderbescheid.

Wenn die Maßnahme im kommenden Jahr abgeschlossen sein sollte, gibt es nach Auskunft des Breitbandbeauftragten der Gemeinde, Timothy Frings, noch andere „verbesserungswürdige“ Bereiche, die aber noch nicht förderfähig sind (bislang sind nur Gebiete mit einer Versorgung mit weniger als 2 MBit/s förderfähig). Er hoffe, dass die Telekom im Rahmen des vertraglich fixierten Ausbaus „ein paar Kabel mehr verlegt“.

Die Gemeinde Roetgen will auf ihrer Internetseite regelmäßig über den Baufortschritt berichten.

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