Vertauschte Noten: Richtiges Zeugnis mit Verspätung

Von: Carmen Krämer
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Was lange währt, wird endlich gut: René Lutterbach erhielt zunächst ein falsches Zeugnis und erfuhr bei der Richtigstellung, dass er sogar Innungsbester ist. Foto: Carmen Krämer

Rohren. „Das war vielleicht was, aber jetzt ist es ja geklärt.” Erleichtert und glücklich über das ausgezeichnete Ergebnis hält René Lutterbach aus Rohren nun seinen richtigen Gesellenbrief in der Hand. Als er vor drei Wochen sein Zeugnis bekam, war noch nicht klar, was er mittlerweile feiern darf: René wurde in diesem Jahr der innungsbeste Tischler der gesamten Städteregion.

Drei Jahre lang hat er ständig dazu gelernt und das nicht nur in seinem Ausbildungsbetrieb Breuer in Imgenbroich/Lammersdorf, auch nebenbei hat sich der 20-Jährige ständig in Zusatzkursen weitergebildet und in seiner kleinen Werkstatt zu Hause so manches Werkstück angefertigt. Dies hat ihm vermutlich nicht zuletzt dazu verholfen, sein mit einer Eins bewertetes Gesellenstück, einen Schreibtisch aus massivem Eichenholz, herzustellen.

Dass seine Prüfer sehr zufrieden mit ihm waren, wusste René bereits direkt nach der Prüfung, doch bei einem Blick auf sein Zeugnis, das er auf der Lossprechungsfeier erhielt, wurde klar, dass etwas schief gelaufen sein musste. Renés Noten im praktischen Bereich waren nun nicht mehr sehr gut, sondern nur noch befriedigend und ausreichend.

Verwundert über diese Abweichung versuchte der frisch gebackene Geselle auf seiner Lossprechung eine Erklärung zu finden, die ihm aber an diesem Abend verwehrt blieb. Im Laufe der darauf folgenden Woche wurde jedoch bestätigt: Irgendwo musste ein Fehler unterlaufen sein. Dieser wurde schließlich auch gefunden: Es wurden einfach die Noten zweier Auszubildender vertauscht.

Nebenbei kam dabei heraus, dass René nicht nur sehr gute Arbeit geleistet hat, sondern auch noch die beste praktische Gesellenprüfung abgelegt hatte und damit „erster Innungssieger” wurde. Etwas enttäuscht über die Verwechslung erklärt er: „So etwas darf eigentlich nicht passieren, der ganze Abend war hin.”

Nicht nur der Abend, der für ihn ja eigentlich ein guter Grund zum Feiern gewesen wäre, sondern auch ein kammerweiter Wettbewerb, bei dem er aufgrund der Verwechslung nicht antreten konnte, waren vorbei, als er die erfreuliche Nachricht über seine Auszeichnung erfuhr. Pech, dass ausgerechnet ihn die Panne traf. Allerdings wurde der Tischler mittlerweile entschädigt und ist nun im Besitz seines korrekten Zeugnisses.
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