Verlaufen in Nationalpark nicht mehr möglich

Von: jpm
Letzte Aktualisierung:

Eifel. Was bringt es, einen Hilferuf abzusetzen, wenn man nicht weiß, wo man eigentlich ist? Die Frage hat man sich auch im Nationalpark Eifel gestellt - und das weitläufige Gelände flächendeckend mit Wegekennungen ausgestattet.

Maximal 300 Meter liegen die Schilder voneinander entfernt, versehen sind sie jeweils mit einer vierstelligen Ziffer. Wird diese etwa bei einem Unfallnotruf durchgegeben, kann sie von den Rettungskräften mit Hilfe eines Navigationssystems blitzschnell dem Standort des Hilfesuchenenden zugeordnet werden. Auf 750 der womöglich lebensrettenden Kennungen soll es der Nationalpark samt Burg Vogelsang in Kürze bringen.

Besonderer Risikobereich

„Der Nationalpark ist ein besonderer Risikobereich mit extrem vielen Gästen”, sagt Udo Crespin, Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr im Kreis Euskirchen. So soll dafür Sorge getragen werden, dass ein festes „Gerüst” von Wegen von Pflanzenwuchs zukünftig befreit bleibt - was ja der Leitlinie, die Natur im Park sich selbst zu überlassen, streng genommen entgegen steht.

Außerdem wurde eine „Arctic Cat”, eine Art vierrädriges Motocrossrad angeschafft, um auch die abgelegensten Stellen auf dem 10.000 Hektar großen Gebiet schnell erreichen zu können. „Sich verlaufen und nicht gefunden werden, das ist bei uns nicht möglich”, sagt Nationalparkchef Henning Walter.

Crespin und Walter hoffe, dass die Sicherheitsmaßnahmen eine Vorbildfunktion für andere Nationalparks einnehmen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert