Verkehrszahlen sprechen gegen „überdimensionierten Ausbau”

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Nordeifel/Aachen. „Anstatt der Stadt Aachen Kirchturmpolitik vorzuwerfen, sollte Herr Borning die Kirche lieber im Dorf lassen”, hat sich nun auch Bettina Herlitzius MdB, Obfrau im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, zum Ausbau der Monschauer Straße (B 258n) zu Wort gemeldet.

„Die Entscheidung der schwarz-grünen Koalition in Aachen, die überdimensionierten Ausbaupläne des Landesbetriebes für die Monschauer Straße zu reduzieren, hat nichts mit ?mangelndem Verständnis für die Belange des Eifelraumes zu tun, wie es die Monschauer Christdemokraten Kreitz und Lenders unterstellen”, sagte Herlitzius zu den Reaktionen der CDU in Monschau und Roetgen auf die Pläne der Stadt Aachen.

Automatische Zählstellen

Die Bundestagsabgeordnete empfahl „den Herren, einen unaufgeregten Blick auf die tatsächlichen Verkehrszahlen zu werfen. Seit Jahren wird im Auftrag des Verkerhsministeriums NRW an automatischen Zählstellen die Verkehrsbelastung auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen gemessen.” Für den Verkehr zwischen der Nordeifel und Aachen gebe es drei relevante Zählstellen: Eine auf der Schleidener Straße vor der Abzweigung der Monschauer Straße, eine auf der Monschauer Straße und eine auf der Schleidener Straße nach der Abzweigung der Monschauer Straße.

Zunahme um 218 Kfz am Tag

„Die Ergebnisse dieser Zählstellen sprechen eine deutliche Sprache”, findet Bettina Herlitzius und erläutert: „Der gesamte Verkehr auf der Schleidener und der Monschauer Straße hat zwischen 2001 und 2010 um durchschnittlich 218 Kfz am Tag zugenommen. Das entspricht einem Zuwachs von 1,3 Prozent. Es ist mir unverständlich, wie Herr Borning bei solchen stagnierenden Verkehrszahlen und vor dem Hintergrund des demographischen Wandels einen Verkehrszuwachs prognostizieren kann.”

Seit Beginn der Messungen im Jahr 1996 hat der Verkehr laut diesen Messungen um insgesamt rund acht Prozent zugenommen. Damit liegt der Anstieg der Verkehrsbelastung deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Die einzige Veränderung die festzustellen ist, ist eine Verlagerung von circa 1000 Kfz am Tag von der Schleidener auf die Monschauer Straße.

„Diese Verlagerung entspricht der Intention der Umwidmung der Monschauer Straße zur Bundesstraße. Und genau dieser Verkehrsverlagerung wird durch den punktuellen Ausbau der Monschauer Straße zu Rechnung getragen”, so Herlitzius, die prognostiziert: „Mit einem darüberhinausgehenden Verkehrszuwachs ist in Zukunft kaum zu rechnen.”
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