Verkehrswacht: Beitrittserklärung für Helmut Brandt

Von: P. St.
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Viele Informationen nahm der Bundestagsabgeordneter Helmut Brandt (Mi.) mit nach Berlin. Er wurde im Rathaus von der Verkehrswacht Monschau über aktuelle Probleme des Vereins und von Schülerin Sarah Strang über die Aktion „Rote Hand” ins Bild gesetzt. Rechts Bürgermeisterin Margareta Ritter. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Die Gelegenheit ließ sich Otto Stollenwerk, lange Jahre Vorsitzender der Verkehrswacht Monschau, nicht entgehen: Bei einem Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt über die Situation der Verkehrswacht schob der engagierte Vorkämpfer des Vereins dem Abgeordneten dezent eine Beitrittserklärung für den mehr als 500 Mitglieder starken Verein über den Tisch.

Helmut Brandt dürfte es es nicht schwer fallen, die gemeinnützigen Aktivitäten der Verkehrswacht Monschau zu unterstützen, zumal der Pflicht-Jahresbeitrag bei geringfügigen sieben Euro liegt.

Den Besuch des Alsdorfer Bundestagsabgeordneten im Monschauer Rathaus nutzte die Verkehrswacht gerne, um auf die Problematik der Finanzierung der vielfältigen Aufgaben des Vereins aufmerksam zu machen.

Verkehrserzieher, Polizeibeamter und stellvertretender Vorsitzender Udo Scholten erläuterte, dass die dem Verein zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel immer geringer würden und dies vor dem Hintergrund, dass die Verkehrswacht einen ständigen Beitrag zur Senkung der Unfallzahlen leiste.

Gerade der Gruppe der 18- bis 24-jährigen Autofahrer nehme sich die Verkehrswacht an, und daher, so die Bitte von Udo Scholten, „soll man uns nicht aus dem Auge verlieren.” Ebenso richte sich der Fokus der Verkehrswacht aber auch auf ältere Verkehrsteilnehmer, selbst wenn diese manchmal überzeugt werden müssten, dass ein Fahrsicherheits-Training auch für erfahrene Autofahrer durchaus neue Erkenntnisse bringen könne.

Dies konnte Joachim Venhaus, Fahrlehrer und zertifizierter Fahrsicherheitstrainer im Dienste der Verkehrswacht Monschau, nur bestätigen: „90 Prozent der Verkehrsteilnehmer sind nicht in der Lage, eine verkehrsgerechte Bremsung durchzuführen.” Das Fahrsicherheitstraining findet auf dem Truppenübungsplatz Elsenborn statt und erfreut sich regen Zuspruchs. Bei den den bisherigen Terminen in diesem Jahr wurden bereits 110 Teilnehmer geschult.

Hohe und dauerhafte Kostenfaktoren für die Verkehrswacht Monschau verursacht neben dem Fahrsicherheitstraining auch das vereinseigene Fahrzeug, das als mobile Verkehrsschule fast das ganze Jahr über im südlichen Bereich der Städteregion an den Grundschulen eingesetzt wird.

MdB Helmut Brandt erfuhr bei dieser Gelegenheit, dass Bund und Land keine Zuschüsse zahlen, versprach aber, das Thema bei den Kollegen in Berlin und Düsseldorf zur Sprache zu bringen.

Vorsitzender Otto Stollenwerk äußerte die Hoffnung, dass die Amtsgerichte in der Region bei der Verteilung von Geldern aus Geldbußen die Verkehrswacht Monschau nach einer Durststrecke demnächst wieder stärker unterstützen werden. Helmut Brandt, selbst von Hause aus Jurist, konnte der Verkehrswacht einige konkrete Tips geben, wie man die dauerhafte Aufmerksamkeit der Richter aktivieren kann.

Dass die Verkehrswacht auf Zuschüsse angewiesen ist, steht auch für Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter außer Zweifel: „Das Spektrum der Verkehrswacht ist so umfangreich, dass eine dauerhafte Unterstützung gewährleistet sein muss.”
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