Verhaltener Jubel zu den 650-Jahr-Feiern

Von: P. St.
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In großer Runde wurde das Jahrbuch 2011 des Geschichtsvereins des Monschauer Landes jetzt im Hotel Perlenau der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Zu den verlässlichen Ereignissen in der Vor-Adventszeit gehört seit Jahrzehnten die Herausgabe des Jahrbuches des Geschichtsvereins. Vielen Bürgern besser als „Heimatkalender” ein Begriff, bietet das kompakte Buch auf mehr als 250 Seiten (davon 50 Seiten Inserate) einen vielschichtigen Einblick in die jüngere und ältere Geschichte des Monschauer Landes.

Daneben stellt es aber auch aktuelle Bezüge her, sodass auch beim neuesten Jahrbuch die Identifikation der Leser mit mit ihrer Region wieder sehr groß sein dürfte.

Daran ändert auch das leicht veränderte äußere Erscheinungsbild nichts, denn inhaltlich ist das Jahrbuch sich treu geblieben. Wiederkehrend in jedem Jahrbuch ist bereits seit 2009 eine Karte des „Monschauer Landes”, die das Bearbeitungsgebiet des Geschichtsvereins umreißt und in Erinnerung ruft.

26 Autoren im Einsatz

Bei knisterndem Kaminfeuer wurde das im Monschauer Weiss-Verlag erschienene Jahrbuch 2011 jetzt im Hotel Perlenau der Öffentlichkeit präsentiert. Verlags-Mitarbeiterin Sabine Preiser-Marian lenkte den Blick auf die insgesamt 26 Autoren, aber auch die 170 Inserenten, die es letztlich ermöglichten, dass der Verkaufspreis von 4,80 Euro aufrechterhalten werden kann. Das Jahrbuch, erschienen in einer Auflage von 4500 Stück, ist in zahlreichen Geschäften und im örtlichen Buchhandel erhältlich. Insgesamt gibt 21 Verkaufsstellen.

Gabriele Harzheim vom Redaktionsteam des Jahrbuches stellte kurz die Themenschwerpunkte vor. Größere Aufsätze werden den anstehenden 650-Jahrfeiern von gleich mehreren Orten des Monschauer Landes gewidmet, der Bau der Vennbahn in Lammersdorf (die soeben abgebaut wurde) ist ein weiteres spannendes heimatgeschichtliches Thema mit aktuellen Bezug.

Einen Schwerpunkt bildet auch die NS-Zeit in der Region wie auch ein größerer Beitrag über die Dedenborner Auswanderer nach Amerika. Einblicke in die Mentalität der Auswanderer gibt unter anderem ein noch erhaltener Originalbrief aus dem Jahr 1846.

Dr. Elmar Neuß, der Vorsitzende des Geschichtsvereins, lenkte ebenfalls den Blick auf die anstehenden 650-Jahrfeiern. Die erste schriftliche Bezeugung von 650 Jahren betrifft die Orte Höfen, Mützenich, Menzerath, Imgenbroich, Lammersdorf, Paustenbach, Rollesbroich und Strauch.

Der Jubel des Autors fällt aber eher verhalten aus, der feststellt, „dass solchen Anlässen für Jubiläumsfeierlichkeiten etwas durchaus Zufälliges anhaftet, je nachdem ob und wann sich nämlich ein Anlass ergeben hat, den Namen eines Ortes in einer Urkunde, das heißt in einem Rechtsdokument, festzuhalten und ob diese Urkunde überhaupt erhalten geblieben ist.”

Das tatsächliche Alter der genannten Siedlungen müsse also keineswegs mit der urkundlichen Erwähnung übereinstimmen, andererseits liefere allein die schriftliche Erwähnung eines Orts einen seriösen Anhaltspunkt.

Das Titelbild des Jahrbuches 2011 zeigt eine Ansicht von Richters Eck aus dem Jahre 1850. In dem Gebäude direkt an der Rurbrücke, mitten in der Altstadt Monschau, war einst das „Hotel de la Tour” untergebracht. Ein anonymes Ölbild und weitere seltene Fotoaufnahmen bilden den Rahmen für eine interessante Geschichte rund dieses weithin bekannte Eckhaus.
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