Eicherscheid - Vergütung für das Ehrenamt rückt näher

Vergütung für das Ehrenamt rückt näher

Von: M.S.
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Der SV Germania Eicherscheid hat mit Maria Scheidt das erste weibliche Ehrenmitglied in seinen Reihen. Germania-Vorsitzender Franz-Josef Rosenwick nahm die Auszeichnung vor.

Eicherscheid. Mit stehenden Ovationen hat der SV Germania Eicherscheid Maria Scheidt gefeiert. Sie wurde Donnerstagabend im Rahmen der Generalversammlung in der Tenne, zum ersten weiblichen Ehrenmitglied in der 83-jährigen Vereinsgeschichte ernannt.

Der „gute Geist” von Tenne und Sportheim, die „Marketenderin für den ganzen Fußballkreis Aachen”, war bei Vereinsgründung ganze zwei Jahre jung.

Monschaus ehemaliger Bürgermeister und bekennender Konzener Theo Steinröx wurde mit anderen Jubilaren wegen 25-jähriger Germania-Vereinszugehörigkeit geehrt. Er korrigierte freilich die Germania-Statistik nach oben: „Ich habe schon 1973 den blauweißen Dress getragen und an der Seite von Kameraden wie Alois Kell oder Paul Fink gespielt!” Mit dem Beispiel des gemeinnützigen Engagements Maria Scheidts verknüpfte Steinröx ein Gesamtkompliment: „Es ist einmalig in der gesamten Städteregion und beispielhaft, was die Eicherscheider Bevölkerung und die Dorfgemeinschaft zum Wohl der Allgemeinheit leisten.”

Germania-Vorsitzender Franz-Josef Rosenwick eröffnete die Versammlung und hieß unter den weit über 50 Besuchern insbesondere die Ehrenmitglieder Alois Kell, Paul Fink und Kurt Förster willkommen. Die erste Fußballmannschaft stieß nach Ende ihres Trainings geschlossen zur Versammlungsrunde.

Inzwischen 870 Mitglieder

Vorsitzender Rosenwick sagte in seinem Jahresrückblick, der Verein habe 1982 noch 300 Mitglieder gezählt und sei bis heute auf 870 gewachsen: „Mit steigendem Arbeitspensum stößt man zwangsläufig an Kapazitätsgrenzen! Es ist deshalb um so wichtiger, ein großes Gut zu pflegen und das gemeinsam Erreichte zu bewahren; schließlich arbeiten unsere zehn Hauptabteilungen ehrenamtlich. Sie alle, samt Vorstand, tun mehr als nötig! Mit dem Ergebnis ihrer Arbeit können wir vollauf zufrieden sein!”

Aus dem Bericht der Geschäftsführerin Renate Scheidt ging hervor, dass unter den 870 Mitgliedern der Anteil Jugendlicher bis 18 Jahre erfreulicherweise bei fast 40 Prozent liegt. Während es aus den einzelnen Abteilungen - von den Turnfrauen bis zu den Seifenkistenfreunden - des Vielspartenvereins nur Positives zu berichten gebe, bezeichnete die Geschäftsführerin die Fitnessgruppe als „unser Sorgenkind, hoffentlich stellen sich bald wieder mehr Aktive ein”. Hohen Informations - und Stellenwert räumte Scheidt der Vereinszeitschrift „Germania-Info” ein, „die Mitgliedern, Dorfbewohnern und auswärtigen Lesern einen umfassenden Überblick über unser Vereinsleben vermittelt”.

Kassierer Georg Schmidt verwies auf einen positiven Finanzbestand, leicht verringerten Einnahmen gegenüber 2008 zum Trotz. Für die Kassenprüfer bescheinigte Josef Heinen Schatzmeister Schmidt „hervorragende Arbeit”. Die Versammelten beschlossen einhellig die Änderung ihrer Vereinssatzung. Die Neufassung gestattet es künftig dem Vorstand, seinem harten Kern aus Vorsitzendem, Stellvertreter, Geschäftsführer und Kassierer eine Vergütung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit zu zahlen, und zwar bis zu 500 Euro jährlich.

Der jetzt amtierende Vorstand ließ aber keinen Zweifel daran, dass für ihn die neue Regelung nicht zur Anwendung komme, doch: „Wer weiß, was in 20 Jahren ist?! Wir müssen, um eventuell eines Tages die Aufwandsentschädigung gewähren zu können, die Satzung umgehend ändern, da gesetzliche Fristen einzuhalten sind.”

Einen weiteren Höhepunkt der Tagesordnung bildete die Ehrung verdienter Vereinsjubilare. Für 25-jährige Vereinstreue zeichnete Leichtathletikwart Günter Scheidt Boris Krökel, Theo Steinröx, Helmut Huppertz, Heinrich Kell, Franz-Peter Schroiff und Luise Kaulard mit der silbernen Vereinsnadel aus. Eine besondere Würdigung ihrer sportlichen Leistungen und Verdienste um die Germania wie die Nordeifeler Langstreckenszene erfuhr einmal mehr die titelverwöhnte Extremathletin Marion Braun.
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